20.05.2002

NETZWERKE

Bildquelle: company

Siemens verkauft Unisphere

Siemens hat seine unter der Nachfrageschwäche der Telekombetreiber leidende Netzwerk-Tochter Unisphere an den US-Netzwerkausrüster Juniper Networks verkauft.

Der Kaufpreis belaufe sich auf insgesamt rund 740 Millionen USD [rund 803 Millionen Euro] und bestehe aus einer Aktien- und einer Barkomponente, teilte Siemens mit.

Davon verspreche sich der Elektronikkonzern einen "nicht unwesentlichen Ergebnisbeitrag im laufenden Geschäftsjahr 2001/02", sagte Thomas Ganswindt, Vorstandschef der Siemens-Netzwerksparte ICN.

Strategischer Schritt

Ganswindt bezeichnete den Verkauf als strategischen Schritt bei der Fokussierung auf die Zusammenführung von Sprach- und Datennetze.

Unisphere sei nicht aus Kostengründen verkauft worden, sondern weil Siemens durch die Partnerschaft mit Juniper seine führende Position bei der Zusammenführung von Netzen der Daten-, Sprach- und Bildvermittlung weiter ausbauen könne.

Den Telekommunikationsbetreibern könnten nun durch die Aufnahme von Juniper-Produkten komplette Lösungen mit Softswitches, Gateways und Routern angeboten werden, fügte er hinzu.

Der Siemens-Bereich ICN konzentriert sich Ganswindt zufolge mit seiner Geschäftsstrategie auf die Themen internetbasierte Konvergenz - also die Verschmelzung von Sprach- und Datentechnik - sowie auf Breitbandzugangstechnik für Betreiber und Firmenkunden und optische Netze.