Vom Hinterhof auf den Weltmarkt
Viele der deutschen Entwicklerteams, die bisher mit Titeln wie "Siedler" oder "Anno 1602" große Erfolge verbuchen konnten, sitzen eher in kleinen Orten irgendwo im Westen Deutschlands.
Das besondere an Berlin ist, dass sich hier derzeit zum ersten Mal eine Szene etabliert.
Über den Weg vom Hinterhof-Startup zur ernst zu nehmenden Industrie - Gründergeschichten wie sie für die neuen Berliner Spielschmieden typisch sind, sind am Sonntag das Thema im Ö1-Magazin matrix.
Zu Wort kommen die Gamedesigner von Yager-Developement, von den Radon Labs, die bis Herbst das Spiel "Nomads" fertiggestellt haben wollen und die Gründer von SEK, dem
Spiele Entwicklungs Kombinat.Akademie im Hinterhof
"Die Zielgruppen für Computerspiele werden immer älter und ich prognostiziere mal, dass Rentner-Zocken in 20-30 Jahren nicht unüblich sein wird", so Thomas Dlugaiczyk, Gründer und Leiter der Berliner Gamesacademy.
Begonnen hat er mit einzelnen Workshops an wechselnden Locations. Im September 2000 wurde der regulärer Kursbetrieb in eigenen Räumlichkeiten aufgenommen. Natürlich standesgemäß in einem Ostberliner Hinterhof.
GamesacademyEnormer Andrang
Für die Kurse der Gamesacademy gibt es ungefähr doppelt soviele Bewerber als aufgenommen werden können. Die Teilnehmer kommen dabei aus ganz Deutschland, und zu einem nicht unerheblichen Teil auch aus dem Ausland.
"Das Medium wird langsam erwachsen, das heißt, Produktionsformen ändern sich, es wird professioneller, die Erfahrung wächst, was kann man überhaupt machen, was gibt es für Möglichkeiten. Vielleicht entwicklen sich Computerspiele zu den Romanen des 21. Jahrhunderts. Das kann durchaus sein."
