19.05.2002

SPIEL & KRITIK

Bildquelle: LucasArts

Luftangriffe gegen "das Imperium"

Am Donnerstag startete eine neue Episode der Star Wars Reihe in den heimischen Kinos. Seit dem ersten Teil von 1977 waren nicht nur die Filme Kassenschlager sondern auch diverse Merchandiseartikel. Dazu gehören meist auch Spiele.

Im Fall von "Star Wars Rogue Leader: Rogue Squadron II" [RL] ist der zeitliche Zusammenhang eher zufällig, der inhaltliche gewollt und zufriedenstellend.

Der 3D-Action-Shooter aus dem Hause Factor 5 und LucasArts ist hohe Küche für die Augen, spielerisch ausdauernd und inhaltlich eine reine Freude für Fans von Georg Lucas¿ Filmen.

Luke Skywalker vs. Das Imperium

Im Gegensatz zum ersten Teil spielt RL nur in der Luft. Mit diversen bekannten Fliegern [u.a. X-Wing, Y-Wing oder B-Wing] müssen unterschiedliche Aufgaben erfüllt werden wie Verfolgungsjagden, Rettungsmissionen oder Feindabwehr.

Der Spieler übernimmt dabei die Rolle des Luke Skywalker. Ihm zur Seite stehen zwei Piloten die Anweisungen entgegenehmen und bei Bedarf in Formation fliegen, angreifen oder flüchten.

In zehn Standardmissionen und fünf Bonusmissionen müssen sie das Imperium aufhalten und durchfliegen dabei aus den Filmen bekannte Szenarien. Der Kampf um Yavin, die Schlacht in der Schneewüste auf Hoth oder der Angriff im Todessterngraben sind einige davon.

Detailreich und soundintensiv

Factor 5 hat viel Wert auf optische Details gelegt und demonstriert eindrucksvoll das Können des GameCube. RL läuft meistens mit 60 Bildern pro Sekunde. In manchen Missionen sind es nur 30 Bilder damit die Geschwindigkeit des Spiels konstant bleibt.

Dabei wird die ganze Palette an Special Effects wie Bump Mapping, Echtzeit-Lichteffekte und Self-Shadowing ausgenutzt. Die Schiffe sind detailliert gestaltet, ebenso wie die Cockpit-Perspektive in der der Radar direkt ablesbar und erkennbar ist. Die Lichteffekte sind genau platziert, jede Explosion ist wie ein Feuerwerk und in der Wüste kann man das Flimmern des heißen Sandes betrachten.

Der Sound ist entsprechend angepasst. Die Sprachausgabe ist klar verständlich, die Effekte dem Film entnommen und wer hat kann das Ganze in Dolby-Surround-Pro-Logic II hören. Unterstützt wird auch Surround-Sound.

Langzeitmotivation vorhanden

Die Steuerung mittels GameCubepad ist zufriedenstellend. Mittels Controlstick wird geflogen, das Controlpad ist für die Kommunikation und der C-Stick zum Herumschauen.

Das Gameplay ist linear, die aktuelle Mission muss zuerst erfüllt werden damit die nächste gestartet werden kann. Geübte Gamer könnten die zehn Missionen in RS 2 allerdings in kurzer Zeit durchgespielt haben.

Das Freischalten der Bonusmissionen hängt allerdings vom Medaillenspiegel [Bronze, Silber, Gold] der vorherigen Missionen ab. Wer genügend Motivation mitbringt, wird auch genügend Zeit investieren, um alle Missionen zu bewältigen.