Macs bleiben vorerst sicher vor Viren
Sophos, Hersteller von Anti-Viren-Software, sieht in naher Zukunft keine echte Virengefahr für Apple-Rechner und empfiehlt einen Umstieg.
Zwar wurde im Februar mit "OSX/Leap-A" der erste Wurm entdeckt, der sich via Apples Instant-Messaging-Programm iChat verbreiten sollte, doch konnte er sich laut Sophos nicht vermehren.
Es schaue so aus, als ob Apple-Rechner noch einige Zeit sicher sein würden, so Sophos in seinem halbjährlichen Sicherheitsbericht. Das sei etwas, was die Nutzer vor der Anschaffung des nächsten Rechners in Betracht ziehen sollten.
Viren-Top-Ten nur für Windows
Die Top Ten der größten Bedrohungen durch bösartige Software betreffen weiterhin ausschließlich Windows-Rechner, so Sophos in dem Bericht.
An der Spitze liegt "Sober-Z", der erstmals im November 2005 gesichtet wurde, gefolgt von "Netsky-P" und "Zafi-b". "Mytob" ist mit insgesamt vier Versionen in den Top Ten vertreten.
Mehr Trojaner als Viren
Im ersten Halbjahr dieses Jahres hat sich die Zahl der Trojaner im Vergleich zu Viren-Mails deutlich gesteigert: Nur in jeder 91. E-Mail wurde laut Sophos ein Virus oder ein Wurm gefunden, Trojaner dafür vier Mal häufiger [jede 23. Mail].
Im Vergleichzeitraum 2005 war noch jede 35. E-Mail infiziert. 82 Prozent der neu entdeckten Schädlinge sind ebenfalls bereits Trojaner.
Kleine, aber gezielte Angriffe
Nicht mehr große Viren-Outbreaks stehen somit auf der Tagesordnung, sondern gezielte Phishing-Versuche im kleineren Rahmen. Damit wollen die Verfasser auch die Chance auf ein Entdecken ihrer Aktivitäten minimieren.
Als neueste Bedrohung sieht Sophos auch Ransomware, Software, die dem User den Zugang zu bestimmten Files verweigert und für deren Freigabe Geld verlangt.
Ganz uneigennützig, wie es auf den ersten Blick scheint, ist die Empfehlung von Sophos natürlich nicht. Sobald es auch bei Apple eine breite Nutzerbasis gibt, werden auch hier die Viren und Würmer nicht lange auf sich warten lassen.
(futurezone | BBC)
