IBM erwartet starken Gewinnanstieg
Der seit Anfang März amtierende neue Chef des weltweit größten Computerkonzerns IBM, Sam Palmisano, erwartet bei seinem Unternehmen langfristig prozentual zweistelligen Gewinnanstieg.
Er machte aber keine Prognose über die Umsatzentwicklung.
Palmisano sagte auf seinem ersten Treffen mit Analysten als IBM-Chef weiter, es gebe bei den Unternehmen einige Problembereiche wie Personal-Computer und Laufwerke. "Wenn wir aber ... die Produktivität weiterhin steigern können, dann wird das unser Ziel unterstützen, den Gewinn je Aktie langfristig prozentual zweistellig zu steigern", sagte er. Die Kosten sollten jährlich um eine bis zwei Milliarden USD gesenkt werden.
Personalabbau erwartet
Analysten sagten, sie rechneten damit, dass IBM in Kürze
angesichts stagnierender Umsätze den größten Stellenabbau seit den
neunziger Jahren bekannt geben werde. Die Belegschaft von 318.000
Beschäftigten solle um bis zu drei Prozent oder bis zu 9.500
Mitarbeiter verringert werden, hieß es.
IBMKeine Aussage über Umsatzanstieg
Die Analysten haben eine Umsatzprognose von Palmisano vermisst. "Es gab eine Aussage über einen zweistelligen Gewinnanstieg, aber keine Aussage über zweistellige Umsatzanstiege", sagte ein Analyst der AIG Global Investment Corp, Alex Piccolo.
IBM hatte im ersten Quartal 2002 den schärfsten Gewinneinbruch seit fast zehn Jahren verzeichnet. Der Überschuss war auf 1,19 von 1,75 Milliarden USD im Vorjahr gesunken. Auch der Umsatz hatte sich auf 18,6 von 21 Milliarden USD verringert.
