Gerüchte über Stellenabbau bei T-Mobile
Die Gerüchte über einen massiven Stellenabbau bei der Deutschen Telekom reißen nicht ab.
Die "Financial Times Deutschland" berichtet in ihrer Donnerstag-Ausgabe, dass der Konzern kurzfristig bis zu 30.000 Stellen streichen wolle.
T-Com, T-Mobile und T-Systems
Davon sollten 20.000 bei der Festnetzsparte T-Com abgebaut
werden, heiße es in Gewerkschaftskreisen. Zuvor hatte bereits das
Magazin "Capital" vorab vom angeblichen Abbau von 15.000 der 118.000
Stellen bei T-Com berichtet. Die übrigen Arbeitsplätze stehen der
"Financial Times Deutschland" zufolge bei Töchtern wie T-Mobile und
der Systemhaussparte T-Systems zur Disposition.
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Zu solchen Berichten kommt aus der Bonner Konzernzentrale regelmäßig die gleiche Aussage. "Zu Spekulationen nehmen wir keine Stellung", sagte Unternehmenssprecher Ulrich Lissek.
"Die Telekom will Stellen in einem weit größeren Stil abbauen als bislang geplant", wurde ein Sprecher der Gewerkschaft ver.di zitiert.
Laut Lissek gebe es aber mit dem Betriebsrat eine Abmachung über den Ausschluss von betriebsbedingten Kündigungen bis 2004.
Die Verringerung des Personalbestandes nannte Lissek ein "ganz normales Tagesgeschäft". Binnen weniger Jahre habe die Telekom, hervorgegangen aus Teilen der früheren Bundespost, ihre Belegschaft von 230.000 auf 170.000 Stellen verringert.
Seit 1990 habe das Unternehmen jährlich im Durchschnitt 10.000 Arbeitsplätze gestrichen, sagte Lissek. Der Abbau werde auch in Zukunft weitergehen.
DT unter Erstausgabekurs
Die Aktien der Telekom sind in den vergangenen Wochen an den
Börsen unter Druck geraten und notieren auf dem tiefsten Stand seit
mehr als fünf Jahren. Die Aktie der Deutschen Telekom hatte erst am
Montag mit 12,02 Euro ihren bisher niedrigsten Stand im
Handelsverlauf erreicht. Zu ihren besten Zeiten im Frühjahr 2000
hatte die Aktie knapp über 100 Euro gekostet.
Schwarzer Freitag für Telekom-Aktien
