UMTS-Massenmarkt frühestens 2004
Die Österreich-Tochter des US-Handyherstellers Motorola ist nach einem 18-prozentigen Umsatzrückgang im Jahr 2000 im Vorjahr wieder gewachsen. "Trotz des schwierigen Jahres 2001 haben wir den Umsatz um fünf Prozent auf 92 Millionen Euro gesteigert", sagte Motorola-Österreich-Geschäftsführer Peter Levak heute.
Der Grund für das Umsatzplus sei das "erfreuliche Ergebnis im neuen Bereich Breitbandkommunikation" mit Set-up-Boxen und Kabelmodems gewesen, wo auch heuer weitere Zuwächse erwartet werden. Weniger rosig sieht Motorola Österreich indes die Handyzukunft.
Die Umsätze im Handybereich seien trotz der GPRS-Markteinführung ebenso wie die Funkumsätze im Vorjahr in Österreich stagniert, berichtete Levak: "GPRS funktioniert jetzt zwar, und es gibt genügend Handys, die Verbreitung der Technologie blieb aber hinter den Erwartungen." Das sei vor allem auf das Fehlen von attraktiven Anwendungen zurückzuführen.
2001: Welt-Handymarkt schrumpft erstmalsUMTS-Massengeschäft frühestens 2004
Motorola will im zweiten Halbjahr 2002 mit den ersten UMTS-Geräten auf den Markt kommen, allerdings in limitierter Anzahl und vorwiegend mit Geräten, welche die Handynetzbetreiber zur Feinabstimmung mit den neuen Netzen verwenden werden.
Ein UMTS-Massengeschäft werde es frühestens 2004/05 geben, ist Levak überzeugt.
Zusätzliches Mobilfunkinfrastruktur-Geschäft erwartet sich Motorola - bisher in Österreich ohne UMTS-Netzaufbauauftrag - aus UMTS-Folgeaufträgen der sechs UMTS-Lizenzinhaber in Österreich für die UMTS-Basisstationen. Diese Aufträge würden aber frühestens Ende 2002, Anfang 2003 ausgeschrieben, schätzt Levak.
