Flash-Bausteine mit doppelter Kapazität
Ingenieure des Chipherstellers AMD haben nach eigenen Angaben ein Verfahren entwickelt, mit dem sich die Kapazität von Flash-Speicherelementen verdoppeln lässt.
Damit kann die Speicherleistung von Mobiltelefonen, Handhelds und anderen elektronischen Geräten ausgeweitet werden, ohne dass dies mit höheren Kosten verbunden ist.
Die von AMD als MirrorBit bezeichnete Technik ist mit einem völlig neuen Design der Chiparchitektur für die Flash-Bausteine verbunden. Bei der Entwicklung wirkten AMD-Ingenieure mit Fachleuten von Fujitsu zusammen.
Entlassungen wegen neuer Flash-Speicher
200 Mitarbeiter von AMDs Fab 25 in Austin verlieren durch die
Umstellung auf die MirrorBit-Produktion ihren Arbeitsplatz. Die
Begründung: Da die Speicherfertigung weniger Aufwand als die
CPU-Produktion benötigt, würden weniger Mitarbeiter gebraucht. AMD
hatte bereits im September 2001 2.300 Mitarbeiter entlassen, um
Kosten zu sparen.
AMDs Fab 25 in Austin100.000 Schreib- und Löschzyklen
Die MirrorBit-Architektur soll die Kapazität verdoppeln, da statt bisher ein Bit nun zwei Bit in einer Multi-Bit-Speicherzelle Platz finden.
Die Zugriffszeit soll bei 90 Nanosekunden liegen.
Die Lebensdauer der MirrorBits beträgt dem Hersteller zufolge mindestens 100.000 Schreib- und Löschzyklen oder 20 Jahre Datenspeicherung bei 125 Grad Celsius.
0,13 Mikron
Im weiteren Verlauf des Jahres will AMD die Produktion von
Flash-Speicherchips dann auch auf die 0,13-Mikron-Technologie
umstellen. CPU-Rivale Intel hat bereits Flash-Speicher im
0,13-Mikron-Prozess hergestellt.
Erste 0,13-Mikron-Flash-SpeicherAb Juni 2002
Die ersten Bausteine mit der neuen Technik sollen schon Ende Juni eingeführt werden, wie Produktmanager Bharath Rangarajan im kalifornischen Sunnyvale mitteilte.
Dann will AMD einen 64-MBit-Speicher zum Stückpreis von 7,95 USD bei einer Abnahme von 10.000 Exemplaren auf den Markt bringen.
In der zweiten Jahreshälfte sollen MirrorBit-Produkte mit 128 und 256 MBit folgen.
