Ein Hi-Fi-Grafikchip von Matrox
Matrox meldet sich mit der Parhelia 512-GPU auf dem High-End-Grafikmarkt zurück.
Der Hersteller zielt mit dem DirectX-9-kompatiblen Chip auf die Qualität der Darstellung und spricht von High-Fidelity-Grafik. Als erste Grafiklösung bietet Matrox zehn Bit Farbtiefe pro RGB-Kanal an.
Auf dem in 0,15-Mikrometer-Technologie gefertigten Parhelia [Nebensonne] sitzen 80 Millionen Transistoren. Zum Vergleich: Der GeForce 4 hat 63 Millionen Transistoren auf dem Die.
256 Bit breites Speicher-Interface
Matrox setzt auf ein 256 Bit breites Speicher-Interface, das
Speicherbandbreiten von 20 Gigabyte/Sekunde erlauben soll. Der Chip
unterstützt AGP 8x, DirectX 8.1 und OpenGL 1.3. Auch deckt er
bereits größtenteils die Anforderungen für DirectX 9 ab.
Matrox"Hi-Fi im Grafikbereich"
Hi-Fi im Grafikbereich, diese Vorgabe will Matrox beim Parhelia 512 mit diversen Verbesserungen erreichen. Eine davon ist die 10-Bit-GigaColor-Technologie. Statt acht Bit Farbtiefe pro RGB-Kanal bietet der Parhelia zehn Bit pro Kanal.
Matrox betont, dass die zehn Bit Farbtiefe von der Grafik-Engine über den Bildspeicher bis zum DAC [Digital-Analog-Converter] durchgehalten werden. Jeder der beiden 10-Bit-RAMDACs für die beiden Ausgänge kann per Gammakorrektur eingestellt werden.
Zielgruppe Bildbearbeitungsprofis
Bildbearbeitungsprofis sind eine Zielgruppe, die von der verbesserten Farbwiedergabe profitieren. Moderne Scanner und professionelle Digitalkameras liefern bereits Bilder, die beim Scanner bis 16 Bit Farbtiefe und bei Digitalkameras bis 14 Bit pro Farbkanal erreichen.
16faches Antialiasing
Dass Matrox mit dem Parhelia einen Chip auf den Markt bringt, der DirectX 9 beherrscht, beweist das so genannte Hardware-Displacement-Mapping. Die von Matrox entwickelte Technologie ist Bestandteil der DirectX-9-API von Microsoft und erlaubt das Rendern von hochauflösenden 3-D-Landschaften auf Basis einer Vorlage, die aus einzelnen Polygonen bestehen darf.
Ein weiteres neues Feature der kommenden Matrox-Karten ist das 16x-Fragment-Antialiasing. Der ebenfalls von Matrox entwickelte Algorithmus ermöglicht eine 16fache Kantenglättung durch einen Trick ohne große Performance-Verluste. Der Chip ermittelt zuerst die Kanten und rechnet nur mit diesen Pixeln in einem 16x-Supersampling-Modus.
Die auf die Ränder beschränkte Berechnungsmethode soll zudem die Fläche der Texturen selbst nicht verfälschen. Bei herkömmlichen Antialiasing-Verfahren wirkt die Innenfläche der Textur nach der Glättung meist etwas matter.
Im dritten Quartal auf dem Markt
Der Parhelia 512 soll im dritten Quartal auf den Markt kommen. Die Konkurrenten ATI und Nvidia werden bis dahin erwartungsgemäß ebenfalls neue Chips vorstellen. Preise für den Parhelia stehen noch nicht fest.
