Macromedia gewinnt im Patentstreit
Nachdem Macromedia kürzlich zur Schadenersatzzahlung an Adobe verurteilt worden war, hat sich der Spieß nun umgedreht.
In einer Gegenklage bekam Macromedia nun 4,9 Millionen USD Schadenersatz zugesprochen.
Ein Gericht in Delaware hat entschieden, dass Adobe mit seinen Programmen "Illustrator" und "Premiere" gegen drei Macromedia-Patente verstoßen hat.
Rob Burgess, CEO von Macromedia, räumte aber ein, dass es sich dabei eher um einen Pyrrhussieg handelt. "Es steht nun Adobe eins, Macromedia eins, Kunden null", so Burgess.
Adobe gewinnt Patentstreit gegen Macromedia
Anfang Mai 2002 hatte Adobe von einem Gericht Schadenersatz in
Höhe von 2,8 Millionen USD von Macromedia zugesprochen bekommen.
Adobe warf Macromedia vor, in seinen Programmen Fireworks und Flash
5.0 eine Fenstertechnik zu verwenden, die Adobe bereits 1996
patentieren ließ. Die Technik kommt unter anderem in den
Adobe-Produkten Photoshop und Illustrator vor.
Flash-Tool droht ein VetriebsstoppStreitgeschichte
Von Macromedia ist noch eine weitere Urheberrechtsklage gegen Adobe anhängig, die aber erst im Juni kommenden Jahres zur Verhandlung kommen soll. Darin geht es um Web-Authoring und die Erzeugung von Tabellen in Dokumenten und Webseiten.
Der Patentstreit zwischen den beiden Unternehmen hat seine Wurzeln im August 2000.
Adobe hatte Macromedia damals wegen der Verwendung einer Fenstertechnik in "Fireworks" und "Flash 5.0" verklagt, die Adobe 1996 patentieren ließ. Mit Hilfe von dynamischen Palettenfenstern lassen sich damit Funktionen auf dem Bildschirm organisieren.
Nur wenige Wochen später reagierte Macromedia mit einer Gegenklage.
