Schwindel mit "tödlichem Red Bull"
Mit einer "dringenden Konsumenteninformation" schießt ein unbekannter Spammer seit Freitag Österreichs Mailboxen zu. Wie es aussieht, tut er das in den letzten 24 Stunden besonders effektiv.
Der fuZo liegt eine relativ große Zahl von Meldungen über ein hohes Aufkommen des Spams quer durch die verschiedensten Domains vor.
Der Hoax tarnt sich als Agenturmeldung beziehungsweise mit einer Mailadresse @redbull.com. Gewarnt wird vor der Einnahme des Produkts Red Bull "unter sonstiger Lebensgefahr".
Versteckte Drohung
Angeblich soll der Energy-Drink "Designerdrogen" enthalten und aus dem Verkehr gezogen werden. Im letzten Satz wird allerdings eine mögliche Vergiftung von Red Bulldurch Dritte mehr als nur angedeutet: "Diese Warnung besagt nicht, dass die Gesundheitsschädlichkeit der Ware vom Verpacker/Vertreiber verursacht worden ist."
So sieht der Header des Hoax aus
Received: from redbull.at [200.249.200.1] by mailserver58 (SMTPD32-7.06) id A57F79100C6; Sat, 11 May 2002 04:33:51 -0500
From: volker.viechtbauer@redbull.at
To: ghost@xxxxxx.com
Subject: Warnung: Tötliches "RED BULL" in Österreich im Umlauf!!
Mime-Version: 1.0 Content-Type: text/plain; charset="iso-8859-1" Date: Sat, 11 May 2002 06:36:59 Message-Id:
Brazil
Die vielleicht allzu deutliche Spur des Spams führt zu einem
Server in Brasilien, auf dem die Domain attention-at.com gehostet
wird. Diese ist auf einen Lupercio Amaral Junior in Sao Paulo,
Brasilien, registriert.
Die betreffende PageOffizielle Stellungnahme von Red Bull
Die "roten Bullen aus Fuschl" verstehen diese Aktion als "nur
bedingt gelungenen Scherz". Sie sehen das Mail als Einsendung zum
"Red Bull Kreativitätswettbewerb für die beste Werbeidee" und
fordern den anonymen Absender dazu auf, doch seine Identität per
E-Mail preis zu geben.
Offizielle Homepage
