IPO-Bank im Visier der Infomatec-Ermittler
Die Ermittlungen gegen die Augsburger Softwarefirma Infomatec weiten sich aus.
Nachdem die Staatsanwaltschaft in der vergangenen Woche beschlossen hatte, gegen die Firmengründer Alexander Häfele und Gerhard Harlos wegen Kurs- und Kapitalanlagebetrugs, verbotener Insidergeschäfte sowie des Verstoßes gegen das Aktiengesetz Anklage zu erheben, gerät jetzt laut einem Bericht des Nachrichtenmagazins "Der Spiegel" auch ein Kreditinstitut in Verdacht auf Beihilfe zum Kapitalbetrug.
Laut Anklage haben Gerhard Harlos und Alexander Häfele den Wert der neu gegründeten Infomatec AG bereits beim Börsengang im Frühsommer 1998 stark überhöht dargestellt. Außerdem sollen sie den Aktienkurs mit falschen Pflichtmitteilungen in die Höhe getrieben haben. Der Schaden der Infomatec-Anleger wird auf rund 250 Millionen Euro geschätzt.
Infomatec stoppt GeschäftstätigkeitAnleger-Chancen steigen
Bei den neuen Verdächtigen handelt es sich offenbar um Manager der WestLB. Diese haben angeblich das Augsburger Skandalunternehmen im Juli 1998 auf Grund eines fragwürdigen Bewertungsgutachtens an die Börse gebracht.
Sollte sich herausstellen, dass die WestLB beim Börsengang von Infomatec tatsächlich Sorgfaltspflichten verletzt habe, hätten die Anleger gute Chancen, die Bank für ihre Verluste haftbar zu machen.
