12.05.2002

MATRIX FORUM

Bildquelle: waldt

Smart Cars im Infozeitalter

Nicht nur das projektierte Lego-Familien-Auto mit eingebauten Playstations zur Beruhigung quengelnder Kinder setzt auf totale Vernetzung, auch Hersteller von Luxusautos geben sich offen für die Welt des Internet.

Internetanschlüsse und ein spezielles, individualisiertes Portal stellt bereits BMW in seiner 7er-Serie zur Verfügung. Der Autohersteller wird so zum Internet-Serviceprovider, meint Ulrich Selzer, Leiter des Projektes "Connected Drive" der BMW-Group in München.

Sensitive Fahrzeuge

Fahrerassistenzsysteme, die vor allem die Sicherheit des Autos im das Auto sicherer machen sollen, sind zwar noch Zukunftsmusik, werden derzeit aber stark diskutiert. Umstritten ist eine Stop-And-Go-Funktion, die es ermöglicht während des Staus gemütlich Zeitung zu lesen, ohne auf den Verkehr achten zu müssen.

Autos werden also zu "sensitiven Fahrzeugen", deren Sicherheitssysteme im Ernstfall blitzschnell und optimal abgestimmt reagieren, versprechen Automobilhersteller. Die japanischen Konzerne Toyota und Sony haben auf der renommierten der Tokio Motor Show Ende vergangenen Jahres ein neuartiges Konzeptfahrzeug vorgestellt, das sensibel auf Stimmungen und Befindlichkeiten der Fahrer reagieren soll.

Über Sensoren misst "Pod" ¿ so heißt das System ¿ Puls, Hauttranspiration oder den Druck auf das Gaspedal und leitet daraus verschiedene Handlungen ab. Zu heftiges Zwinkern mit den Augenlidern deutet "Pod" als Anzeichen für Sekundenschlaf und beginnt ein provozierendes Gespräch zum Beispiel mit den Worten "Wann warst du das erste Mal verliebt"?

Heute 22:30 im Ö1-Magazin matrix

Der Wiener Verkehrsexperte Hermann Knoflacher steht der Anwendung von Telematik zur Verkehrssteuerung ambivalent gegenüber.