10.05.2002

IRRTUM

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Presario-Notebook für 1,1 Cent

Compaq Australien bestätigte nun, dass Presario Notebook für den Schnäppchen-Preis von 1,1 Cent versehentlich online angeboten und auch verkauft wurden.

Das Unternehmen weigert sich aber unnachgiebig die brandneuen Rechner an die glücklichen Käufer auszuliefern.

Es sei offensichtlich gewesen, dass dieser Preis kein Sonderangebot und schon garnicht der richtige Preis, sondern einfach ein unglücklicher Fehler gewesen sei. Man entschuldige sich für die Unannehmlichkeiten.

Alle Bestellungen wurden bereits storniert, und etwaige schon getätigte 1,1 Cent-Überweisungen von Kunden werden natürlich rückerstattet.

Muss Compaq trotzdem liefern?

Der australische Konsumentenverband ist der Meinung, dass Händler im Allgemeinen nicht verpflichtet sind, versehentlich falsch gekennzeichnete Waren zu dem unangemessenen Preis zu verkaufen.

Grundsätzlich sei es dem Unternehmen überlassen, ob es unter solchen Umständen als Zeichen des guten Willens das Angebot aufrecht erhalten möchte oder mit dem Kunden über einen neuen Preis verhandeln will. In diesem Fall komme noch dazu, dass fehlerhafte Technik die Ursache für die falsche Veröffentlichung des Angebots war, und eine Schuldzuweisung sich somit schwierig gestaltet.

Andererseits, ist erst einmal ein Vertrag zwischen Käufer und Verkäufer zustande gekommen, darf er auch nicht zum alleinigen Nachteil des Konsumenten neu verhandelt werden. Geklärt werden muss auch noch die Frage, ob es eine Rolle spielt, wie schnell das Angebot richtiggestellt wurde.

Eine klare Antwort kann der Konsumentenverband also noch nicht geben.