Zugang zu Inhalten wichtiger als Besitz
Kostenpflichtige Inhalte im Internet werden nach Einschätzung der deutschen Unternehmensberatung Diebold auch weiterhin schwer durchsetzbar sein.
"Es reicht nicht aus, an einen digitalen Inhalt, der vorher umsonst war, ein Preisschild zu kleben", sagte Marc Ziegler von Diebold am Dienstag in Hamburg.
Mehrwert durch Service-Leistungen
Für kostenpflichtige Inhalte sei es unbedingt notwendig, dass
auch ein Mehrwert wie etwa zusätzliche Service-Leistungen angeboten
werden.
Welche Inhalte kostenpflichtig werden"Umsonst-Kultur a la Napster"
Musiktauschbörsen wie Napster hätten eine Umsonst-Kultur etabliert, sagte Ziegler.
Künftig werden Kunden nach Einschätzung von Diebold nicht mehr für die Inhalte, sondern für den Zugang zu bestimmten Inhalten zahlen.
So werden schon ab 2006 "Infologistiker" wie zum Beispiel Mobilfunkbetreiber das entscheidende Bindeglied in der Beziehung von Medienunternehmen zum Konsumenten sein.
Cross-Media statt Einweglösung
Kein Unternehmen werde es sich jedoch künftig leisten können,
sich nur auf ein einziges Medium zu spezialisieren. Neue Medien wie
DVDs und Handys würden bis 2015 rund 50 Prozent am Gesamtumsatz der
Medienunternehmen ausmachen.
Content-Industrie will Geld sehen
