Gericom verdächtigt Konkurrenz
Der Linzer Notebook-Hersteller Gericom AG hat heute anlässlich der Präsentation des Outdoor-Notebooks "X5" die Börsengerüchte der vergangenen Woche über angebliche Zahlungsunfähigkeit und Bilanzmanipulation erneut scharf zurückgewiesen.
Das Gerücht sei von einem unbekannten Internet-Provider in die Welt gesetzt worden und ohne Rücksprache mit dem Unternehmen von der deutschen Online-Plattform "Der Aktionär" veröffentlicht worden, sagte Gericom-CEO Hermann Oberlehner.
Für Hinweise zur Ausforschung der oder des Urheber[s] der Gerüchte will Oberlehner nun eine Belohnung von 100.000 Euro aus eigener Tasche zahlen.
Die Verursacher kämen aus dem Umfeld der Konkurrenz und könnten sich sogar eventuelle Schadenersatzforderungen leisten, so Oberlehner. Konkrete Namen wollte der Gericom-Chef nicht nennen, sagte aber, man brauche sich nur den Handelsverlauf vom 2. Mai anzusehen, um zu erkennen, dass der Gewinner des Tages eine gezielte Aktion durchgeführt hätte.
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Das weitere Vorgehen hänge jetzt nicht nur von Gericom ab, da viele Anleger Geld verloren hätten, sagte Oberlehner weiter. Juristische Schritte seien aber wahrscheinlich. Im Zuge des Gerüchts seien 50 Millionen Euro vernichtet worden.
Für das Gesamtjahr 2002 zeigte sich Oberlehner zuversichtlich. Die ersten drei Monaten seien zwar schwach verlaufen, der April habe jedoch wieder deutlich besser ausgesehen. Die Marktführerschaft bei Notebooks in Deutschland konnte Gericom im ersten Quartal nicht verteidigen.
"Outdoor-Notebook"
Unterdessen will das Linzer Unternehmen mit dem bereits im
Vertrieb befindlichen Outdoor-Notebook "X5 Semi-Ruggedized" neue
Zielgruppen in den Bereichen Industrie, Handel und Sport
erschließen. Vor allem Bauingenieure, Außendienstmitarbeiter und
Extremsportler will Oberlehner für das Gerät begeistern.
Outdoor-Notebook als neue Produktsparte
