Kein Kartellverfahren gegen Media Markt
Ein Bericht, wonach sich Intel die Prozessorhoheit in den Media- und Saturn-Märkten durch Millionenzahlungen erkauft haben soll, sorgt in Deutschland für Aufregung.
Die Meldung der "Financial Times Deutschland", die ein beginnendes Kartellverfahren gegen den US-Chipkonzern Intel und die Saturn- und Media-Märkte wegen angeblicher rechtswidriger Absprachen in Deutschland ortet, hat am Montag für Verwirrung gesorgt.
Der US-Chipkonzern habe mittels Exklusivvertrags mit der Media-Saturn-Holding und Ausgleichszahlungen in Millionenhöhe über Jahre massiv gegen das Kartellrecht verstoßen, so der Bericht.
Doch sowohl Media-Saturn als auch das Bundeskartellamt stellten am Montag klar, dass keinerlei Ermittlungen solcher Art geführt würden.
Die EU-Kommission führt seit dem vergangenen Sommer ein Wettbewerbsverfahren gegen Intel. AMD wirft Intel massive Wettbewerbsverstöße vor und hatte in den vergangenen Jahren eine Reihe von Klagen gegen den größeren Rivalen eingereicht.
Bundeskartellamt: "Führen kein Verfahren"
"Wir haben keinen Überblick, welche Prozessoren in den Geräten unserer über 300 Filialen stecken", sagte ein Sprecher der Media-Saturn-Holding [MSH].
Der Einkauf sei dezentral organisiert, jeder Markt für sein Sortiment selbst verantwortlich.
Auch das deutsche Bundeskartellamt wies den Bericht zurück. "Wir führen kein Verfahren und haben auch nicht vor, eines zu eröffnen", so eine Sprecherin.
(Reuters | pte.at)
