Direktbanker DAB mit mehr Verlust
"Im jetzigen Umfeld an den Finanzmärkten ist es wenig erstaunlich, dass unsere Planung nicht aufgeht", sagte DAB-Chef Matthias Kröner der "Welt" [Montag-Ausgabe]. Ursprünglich hatte die HypoVereinsbank-Tochter in diesem Jahr die Gewinnschwelle angepeilt.
Bis zum Jahresende wollen die Direktbanker 80 der derzeit 880 Arbeitsplätze streichen, die Hälfte davon im Ausland. Bereits im vergangenen Jahr hatte die Bank 15 Prozent der Arbeitsplätze gestrichen.
Consors "schon sehr verlockend"
Durch eine Übernahme des Konkurrenten Consors zum größten
Online-Broker in Europa zu werden sei "schon sehr verlockend
gewesen", so Kröner. Das vorrangige Ziel sei aber nicht Größe,
sondern Rentabilität, und eine Übernahme von Consors hätte "da sehr
große Probleme gebracht".
Der Kurs der DABVerlust verdreifacht
Im vergangenen Jahr hatte die DAB ihren Verlust mehr als verdreifacht.
Das Ergebnis vor Steuern lag unter anderem wegen des schwachen Börsenumfeldes sowie außerplanmäßiger Abschreibungen mit 229,3 Mio. Euro im Minus. Im Vorjahr hatten die Verluste noch 64,4 Mio. Euro betragen.
