"Kournikova"-Autor legt Berufung ein
Der 21-jährige Holländer Jan de Witt, der den Kournikova-Virus verfasst und in Umlauf gebracht hat, legt gegen sein Urteil Berufung ein.
Er war zu 150 Stunden gemeinnütziger Arbeit verurteilt worden.
Maximal vier Jahre Haft
Im Fall von de Witt hat ein niederländisches Gericht im September
2001 erstmals ein Urteil wegen Computerkriminalität ausgesprochen.
Nach niederländischem Recht drohen dafür maximal vier Jahre Haft und
45.000 Euro Geldstrafe.
"Kournikova"-Autor soll Sozialdienst leistenUnüberlegt statt schadhaft
Voraussetzung ist allerdings, dass der Verursacher mit der Absicht handelt, Schaden anzurichten.
Der Anwalt des 21-Jährigen will nun genau diese Absicht widerlegen.
Das Handeln seines Mandaten könne man als unüberlegt bezeichnen, aber es sei nicht seine Absicht gewesen, Schaden anzurichten.
Unzureichender Schadensnachweis
Außerdem sei beim Prozess kein hinreichender Nachweis erbracht
worden, dass der Kournikova-Virus überhaupt großen Schaden
angerichtet habe.
"Kournikova"-Virusautor vor GerichtRichter zweifeln an "harmlosen Jungen"
Das Gericht wollte der Darstellung des harmlosen Jungen nicht folgen.
Beim Angeklagten war ein Repertoire von 7200 Viren entdeckt worden, außerdem arbeitete er in einem Computergeschäft.
Die Berufung wird voraussichtlich im September verhandelt.
20 Monate Haft für Melissa-Autor
Script-Kid de Witt wäre mit seinem Urteil noch vergleichsweise
glimpflich davon gekommen. Wie berichtet , hat ein US-Gericht den
Verfasser des Melissa-Virus zu 20 Monaten Haft verurteilt.
Wurm "AnnaKournikova" wütet
