04.05.2002

CHALLENGE

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"Umgekehrter" Programmier-Wettbewerb

Programmierer aus aller Welt können ab nächster Woche ihr Können bei der "Reverse Challenge" unter Beweis stellen.

Die Teilnehmer müssen ein für sie unbekanntes und bösartiges Programm analysieren, um das Ziel des Programms und einen Weg es zu stoppen herauszufinden.

Das Programm soll nächste Woche veröffentlicht werden.

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Beim sogenannten "reverse engineering" geht es darum, den Aufbau eines fertigen Programms rückwärts zu ermitteln.

Einige Tools können dabei zwar helfen, aber fundierte Programmierkenntnisse sind unbedingt notwendig.

Teilnehmer an den Wettbewerb müssen ohne zu wissen, was die am 8. Mai veröffentlichte Software tut oder in welcher Sprache sie geschrieben ist, herausbekommen, was das Programm vorhat und Wege finden, es zu stoppen. Jeder Schritt muss dabei fein säuberlich dokumentiert werden.

Zusätzlich soll auch noch geraten werden, was für eine Person so ein Programm geschrieben haben könnte.

Qualifikation mit Zukunft

Die "Reverse Challenge" ist Teil des "Honeypot Projects", eines Konsortiums von Computer-Wissenschaftlern aus verschiedenen Ländern.

"Diese Fähigkeit Programme in umgekehrter Reihenfolge zu erforschen wird allgemein immer interessanter", erklärt Job de Haas, Geschäftsführer des niederländischen Unternehmens ITSX Security, und einer der Juroren bei dem Projekt.

"Durch die wahre Explosion von diversen bösartigen Tools wird diese Qualifikation von Computerspezialisten immer mehr gebraucht."