"Umgekehrter" Programmier-Wettbewerb
Programmierer aus aller Welt können ab nächster Woche ihr Können bei der "Reverse Challenge" unter Beweis stellen.
Die Teilnehmer müssen ein für sie unbekanntes und bösartiges Programm analysieren, um das Ziel des Programms und einen Weg es zu stoppen herauszufinden.
Das Programm soll nächste Woche veröffentlicht werden.
Beginn: 6. Mai
Die Idee hinter der "Reverse Challenge" ist es, die Situation
eines Netzwerk-Administrators zu simulieren, wenn ein potentiell
gefährliches Programm [Trojaner] von einem Eindringling ins
Computersystem eingespeist wird. Der Eindringling versucht meist mit
seiner Software Passwörter zu eruieren oder andere Schwächen des
Systems auszunutzen. Ein Administrator muss dann herausfinden, was
das Programm eigentlich tut, ohne dabei Einsicht in den Quellcode zu
haben.
Die "Reverse Challenge"Back to the source
Beim sogenannten "reverse engineering" geht es darum, den Aufbau eines fertigen Programms rückwärts zu ermitteln.
Einige Tools können dabei zwar helfen, aber fundierte Programmierkenntnisse sind unbedingt notwendig.
Teilnehmer an den Wettbewerb müssen ohne zu wissen, was die am 8. Mai veröffentlichte Software tut oder in welcher Sprache sie geschrieben ist, herausbekommen, was das Programm vorhat und Wege finden, es zu stoppen. Jeder Schritt muss dabei fein säuberlich dokumentiert werden.
Zusätzlich soll auch noch geraten werden, was für eine Person so ein Programm geschrieben haben könnte.
Eine Gruppe von Sicherheits Experten hat das "Honeypot"-Projekt ins Leben gerufen um möglichst viel über Taktik, Motive und Tools von Hackern zu erfahren.
Honeypot-ProjektQualifikation mit Zukunft
Die "Reverse Challenge" ist Teil des "Honeypot Projects", eines Konsortiums von Computer-Wissenschaftlern aus verschiedenen Ländern.
"Diese Fähigkeit Programme in umgekehrter Reihenfolge zu erforschen wird allgemein immer interessanter", erklärt Job de Haas, Geschäftsführer des niederländischen Unternehmens ITSX Security, und einer der Juroren bei dem Projekt.
"Durch die wahre Explosion von diversen bösartigen Tools wird diese Qualifikation von Computerspezialisten immer mehr gebraucht."
