Flash-Tool droht ein Vetriebsstopp
Adobe hat in den Patentauseinandersetzungen mit Macromedia einen entscheidenenden Sieg errungen. Nach einem Urteil eines Gerichts im US-Bundesstaat Delaware muss Macromedia 2,8 Millionen USD Schadenersatz an Adobe zahlen.
Adobe erwartet nach eigenen Angaben zudem eine Verfügung des Gerichts, die es Macromedia verbietet, weiter Software zu vertreiben, welche die Adobe-Patente verletzt.
Da Macromedia die umstrittene Technologie alledings in vielen Produkten - inklusive des Tools zur Erstellung von Flash-Sites - einsetzt, würde das bedeuten, dass das Flash-Werkzeug zumindestens in seiner derzeitigen Form nicht mehr vertrieben werden dürfte.
MacromediaStreitgeschichte
Der Patentstreit zwischen den beiden Unternehmen hat seine Wurzeln im August 2000.
Adobe hatte Macromedia damals wegen der Verwendung einer Fenstertechnik in "Fireworks" und "Flash 5.0" verklagt, die Adobe 1996 patentieren ließ. Mit Hilfe von dynamischen Palettenfenstern lassen sich damit Funktionen auf dem Bildschirm organisieren. Diese Klage wurde jetzt entschieden.
Doppelt hält besser
Macromedia hat zudem im letzten November "nachgelegt" und eine weitere Klage gegen Adobe wegen angeblicher Patentverletzungen eingereicht. In dieser geht es um das populäre Bildbearbeitungsprogramm Photoshop.
Die beiden Klagen gegen Adobe sollen am nächsten Montag weiter verhandelt werden - vor dem gleichen US-Gericht.
Die Drohung des Vertriebsstopps für Macromedia-Produkte kann vor diesem Hintergrund allerdings auch schlicht als Verhandlungstrick verstanden werden, der Adobe eine bessere Ausgangsposition bei potentiellen Ausgleichsverhandlungen verschafft.
Macromedia verklagt Adobe
