NSA- und FBI-Stars unter Hackern

DEFCON 2006
27.07.2006

Die größte US-Hackerkonferenz findet von 4. bis 6. August zum 14. Mal in Las Vegas statt. Die Stars stellen inzwischen Bundesbehörden und Militärs.

Einstmals verbreitete die DefCon sommerliche Angst und Schrecken unter den Windows-NT-Benutzern. Gegen Ende der 90er Jahre kamen rund um die größte Hackerkonferenz der USA jährlich gewisse spektakuläre Tools heraus - mit Namen wie "Back Orifice" [= Hintereingang] und "Netbus".

So wie Windows NT gibt es das nicht mehr, die Stars auf der DefCon sind mittlerweile nicht mehr Hacker a la "Cult of the Dead Cow", sondern aktive und pensionierte Geheimdienstmitarbeiter und Polizeibeamte.

38 Jahre NSA

Auf der diesjährigen DefCon ist etwa der Direktor des Defense Cyber Crime Institute im Pentagon ebenso auf einem Podium vertreten wie ein NSA-Veteran mit 38 Jahren Berufserfahrung in der "Agency".

Dazu kommen drei ehemalige hochrangige FBI- und Polizeibeamte, einer sogar aus Australien, und weitere Akteure.

Die 14. DefCon 2006 findet wie alle 13 vorher in Las Vegas statt. Unter den Contests ist auch traditionell einer, der sich "Spot the Fed" nennt. In diesem Wettbewerb geht es darum, eingeschleuste FBI-Agenten unter den Teilnehmern der DefCon zu erkennen. Diesmal braucht man nur auf das Podium zu schauen.

Was die bösen Hacker-Tools rund um die DefCon anbetrifft, so stellte sich "Back Orifice" 1999 als ein sehr brauchbares Tool zur Fernwartung von Windows-NT-Maschinen heraus.