03.05.2002

E-VOLUTION

Bildquelle: fuZo

Suchmaschine Google trotzt Flaute

Zahlreiche Unternehmen hatten sich in den vergangenen Jahren vom Betrieb einer Internet-Suchmaschine als regelmäßige Anlaufstelle für Millionen von Nutzern ein glänzendes Geschäft erhofft.

Die ehemalige Nummer eins unter den Suchmaschinen, Altavista, musste im vergangenen Jahr einen geplanten Börsengang wieder aufgeben und entließ ein Drittel der Belegschaft. Das Lycos-Portal zog sich aus mehreren Ländern zurück.

Allein der ehemalige Newcomer Google hat dagegen keinen Grund zur Klage.

AOL setzt auf Stanford-Technik

Vom Sommer an wird AOL Time Warner die Google-Technologie auf den Internet-Seiten von AOL, CompuServe und Netscape einsetzen, gaben die Partner bekannt.

Die Unternehmensgründer Larry Page und Sergey Brin hatten während ihrer Studienzeit an der Universität Stanford den Kern der Technologie entwickelt und starteten Google 1998.

In rasanter Geschwindigkeit hatte sich die Suchmaschine im schwierigen Internet-Geschäft zunächst völlig ohne Werbeeinnahmen gegen die Großen auf dem Markt durchgesetzt.

Zwei-Milliarden-Seiten-Datenbank

Wie andere Suchmaschinen auch durchsucht Google das Netz nach einzelnen Begriffen. Anschließend sortiert die Maschine die Ergebnisliste danach, wie populär die Seiten sind: Ermittelt Google, dass viele Homepages auf die jeweilige Seite verweisen, kommt sie in der Trefferliste ganz nach oben.

Befindet sich das Suchwort auf einer Seite mehrmals oder in vom übrigen Text abgesetzter Schriftart, bringt das ebenfalls eine höhere Rangordnung mit sich.

Die automatisierte Suche greift auf eine Datenbank mit derzeit rund zwei Milliarden Internet-Seiten zu - sie gilt als größter Internet-Index der Welt.