30.04.2002

AUSRÜSTER

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Konsolidierung im Mobilfunksektor

Der kanadische Telekom-Ausrüster Nortel Networks erwartet nach Angaben des Chefs des Mobilfunkbereiches, Pascal Debon, eine rasche Konsolidierung der weltweiten Mobilfunkbranche.

Die Zahl der weltweit tätigen Konzerne dürfte sich auf drei oder vier von derzeit acht reduzieren, sagte Debon heute.

"Ich glaube, es wird in den kommenden zwölf bis 18 Monaten eine Konsolidierung geben", sagte Debon. Es sei allerdings noch zu früh, zu sagen, wer als Gewinner hervorgehen werde.

Nach Ansicht von Jason Chapham, Analyst bei Gartner Dataquest, kämpfen Nortel und Siemens-NEC um die dritte Position. Nortel hat bisher 17 UMTS-Verträge abgeschlossen, davon einige von großen Telekom-Konzernen in Spanien, Italien und Großbritannien.

Allerdings ist das Volumen vieler Aufträge nach Ansicht von Marktexperten noch klein, da die Konzerne die breite Einführung der neuen und schnellen Netzwerke hinauszögern, um Geld zu sparen und ihre Schulden zu reduzieren.

Stagnierender Markt

Debon bekräftigte seine Einschätzung, er erwarte weiterhin einen stagnierenden weltweiten Mobilfunkmarkt in diesem Jahr. Dagegen rechnen andere Mobilfunkexperten mit einem Umsatzrückgang in der Branche von rund zehn Prozent.

UMTS erst in zwei, drei Jahren Mainstream

Die meisten Analysten gehen von einer breiten Umsetzung der UMTS-Dienstleistungen bis 2004 oder 2005 aus, obwohl die ersten europäischen Netzwerke zum Jahresende in Betrieb genommen werden sollen.

Debon sagte, seine Prognose, wonach sich die mobilen Datenanwendungen in den kommenden zwölf Monaten in Europa durchsetzen würden, sei nicht zu optimistisch. "Ich bin ein Realist", sagte er.