Priority Telecom peilt Gewinnzone an

österreich
01.07.2006

Synergien mit neuer Schwesterfirma Inode

Die heimische Tochter des niederländischen Telekom- und Internet-Anbieters Priority Telecom will im Geschäftsjahr 2006, fünf Jahre nach dem Start, den Sprung in die schwarzen Zahlen schaffen.

"Ein positives Jahresergebnis und ein nettes Umsatzwachstum sind durchaus realistisch", so Christian Fritzsche, Geschäftsführer von Priority Telecom Österreich.

Im Vorjahr reduzierte das Unternehmen dank deutlich geringerer Abschreibungen die Verluste auf 9,4 Mio. Euro [2004: 40,8 Mio. Euro].

Priority ist Teil des Kabel-TV-Betreibers UPC, der Ende 2005 den Wiener Internet-Provider Inode für knapp 95 Mio. Euro. übernommen hat.

Synergien mit Inode

Durch die Übernahme von Inode stehe Priority ein doppelt so großes Netz zur Verfügung, weil auch das entbündelte DSL-Netz von Inode genutzt werde. "Wir decken jetzt 60 statt 30 Prozent der relevanten Locations in Österreich ab", sagte Fritzsche.

Inode könnte im Gegenzug Dienste auf Glasfaserbasis und Services wie Mehrwertnummern anbieten.

Ein Mitarbeiterabbau auf Grund von Synergien mit Inode sei "kein Thema".

Voice-over-IP für Kabelbetreiber

Punkten will Priority heuer mit einem Telefonieprodukt - Voice-over-IP [VoIP] - an die mehr als 200 Kabelbetreiber in Österreich, die seit ein paar Jahren neben Fernsehen auch Breitbandinternet im Portfolio haben. Dadurch würden sich die Betreiber als "echte Alternative zur Telekom Austria" positionieren.

Dass man dadurch der Schwesterfirma Inode, die ja über entbündelte Leitungen sowohl Internet als auch Telefonie anbietet, das Leben schwer machen könnte, sei "ein normaler Aspekt der Kräfte des Marktes, und das ist auch gut so", erklärte Fritzsche.

(APA)