29.04.2002

TU GRAZ

Bildquelle:

Leiterplatten-Bauteile aus dem Drucker

In Graz will das "Christian-Doppler [CD] Labor für Advanced Functional Materials" neue Wege bei der Herstellung von Leiterplatten beschreiten.

Die Forscher wollen die einzelnen Bauelemente nicht mehr auf die Platinen löten, sondern einfach als "Tinte" aufdrucken.

Direct Write Technologies

In Graz setzt man daher nun auf die so genannten Direct Write Technologies, wie sie zum Beispiel der Tintenstrahldruck darstellt.

Hier geht es den Forschern darum, Materialien und Verfahren zu entwickeln, mit deren Hilfe die Bauelemente direkt auf die Platten gedruckt werden können.

"Das erspart nicht nur Arbeitsschritte, etwa das Einlöten, sondern auch Platz, der bei der zunehmenden Miniaturisierung immer rarer wird", so List.

Die Tinte

"Um Widerstände oder Transistoren direkt drucken zu können, ist es in erster Linie notwendig, die dazu verwendeten Materialien - quasi die Tinten - in ihren physikalischen Eigenschaften und in der Verarbeitbarkeit maßzuschneidern, also zu funktionalisieren", so List.

Dabei geht es vor allem darum, dass die "Tinte" die erforderlichen elektrischen oder magnetischen Eigenschaften hat und vor allem auch druckbar ist und auf der Platine hält.

Zum Einsatz kommen sollen dabei neuartige leitfähige bzw. elektroaktive Kunststoffe [Polymere], anorganische und organische Pigmente und Nanopartikel.