26.04.2002

WEARABLE

Bildquelle: Infineon

Elektronik zum Anziehen

Infineon hat heute seine Basistechnologie für "intelligente" Kleidung vorgestellt.

Der Halbleiterhersteller präsentierte dazu die ersten Prototypen robuster, alltagstauglicher Anwendungen von "intelligenten2 Textilien, die in Zusammenarbeit mit Partnern aus der Textilbranche entstanden sind.

Mikroelektronische Komponenten eingenäht

Für die "Wearable Electronics" werden mikroelektronische Komponenten wie Chips und Sensoren mit geringem Energieverbrauch mit einem speziellen Gehäuse direkt in die Trägertextilien eingenäht, während die Leiterbahnen in den Stoff eingewoben werden.

Infineon hat für seine intelligente Kleidung eine breite Palette von Chips wie Mikrokontroller, Digital-Signal-Prozessoren, Bluetooth-, GSM- und GPS-Lösungen, Speicherkarten sowie biometrische Sensoren bereitgestellt.

Das Design-Konzept

Das Design-Konzept besteht aus dem Audiochip-Modul, einem abnehmbaren Batterie-/Multimediacard[MMC]-Modul, Kopfhörer/Mikrofon und einer flexiblen Sensor-Tastatur.

Das Modul misst nur 25 x 25 x 3 Millimeter. Das Batterie- und MMC-Modul wiegt rund 50 Gramm und enthält einen Lithium-Ionen-Polymer-Akku für einen mehrstündigen Betrieb.

Die Einheit wird mit einem einfachen Stecker an der Kleidung befestigt. Die Tastatur aus Metallfolien wird dagegen aufgeklebt

Smart Label - fälschungssicher?

Infineon hat weiterhin mit my-d einen Chip für Smart-Label-Anwendungen entwickelt, der ebenfalls mit speziellen Gehäusen in Gewebe integriert werden kann.

Smart Label bestehen aus winzig kleinen Mikrochips, die verschiedene Informationen speichern können, und einer integrierten Antenne, über die Informationen drahtlos ohne eigene Stromversorgung mit einem Sender ausgetauscht werden können.

Mögliche Einsatzgebiete für diese Technik sind dabei Putzereien und Verleihfirmen für Arbeitsbekleidung.

Denkbar ist auch die Speicherung von fälschungssicheren Merkmalen oder Codes auf dem Etikett, um der weltweiten Markenpiraterie Einhalt zu gebieten.

Perspektiven

Weitere Anwendungen wie die "intelligente" Waschmaschine rücken damit in greifbare Nähe. Auf dem Chip gespeicherte Pflegeinformationen für Textilien werden von der Waschmaschine erkannt und erlauben eine Kontrolle darüber, ob das gewählte Programm für alle in der Trommel befindlichen Stücke geeignet ist.