26.04.2002

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Bildquelle: waldt

Angst vor Piraten verhindert Innovationen

Yahoo-Chef Terry Semel hat bei einer Podiumsdiskussion die großen Film- und Musikkonzerne wegen ihrer Furcht vor Piraterie kritisiert.

Diese Ängste würden die Entwicklung bei der Distribution von Filmen und Musik blockieren, meint Semel, der früher selbst CEO der Filmstudios von Warner Bros war. Das Resultat sei, dass die Mediengiganten ihre Kunden an viele Gratis-Provider verlieren.

"Die Veränderung der Kaufgewohnheiten im Musikbereich war vor vier Jahren zu sehen, und die Musikindustrie hat sich noch immer nicht darauf eingestellt", so Semel.

Am Kunden vorbei

Auch die ersten kommerziellen Musikportale Pressplay von Vivendi Universal und Sony sowie MusicNet von AOL Time Warner, EMI und Bertelsmann genügen den Ansprüchen laut Semel nicht.

"Sie verfügen nur über eine begrenzte Zahl von Musiktiteln und bieten den Leuten nicht, was sie wollen." Kritik erntete auch die Filmindustrie, die ebenfalls hinter den täglich zunehmenden Online-Tauschbörsen hinterherlaufe.

Steuergelder gegen Piraten

Für News-Corp-Präsident Peter Chernin liegt die Lösung des Problems illegaler Downloads und Piraterie hingegen in einer Verstärkung der Regulierungsmaßnahmen seitens der Regierung.

Der Verband der US-Musikindustrie [RIAA] forderte erst kürzlich zusätzliche Geldmittel von der Regierung für seinen Kampf gegen die Piraterie.