Toshiba erleidet Riesenverlust
Der größte japanische Halbleiterproduzent Toshiba hat das Geschäftsjahr 2001 mit Riesenverlusten beendet.
Der Nettoverlust betrug 1,91 Milliarden USD [2,1 Mrd. Euro]. Darin waren allerdings außerordentliche Restrukturierungskosten in der Höhe von 1,57 Mrd. USD enthalten, teilte der Elektronikkonzern mit.
Nettogewinn von 750 Mio. USD im Vorjahr
Im Vorjahr erwirtschafteten die Japaner noch einen Nettogewinn
von 750 Mio. USD. Für das laufende Geschäftsjahr rechnet Toshiba mit
einer Rückkehr in die Gewinnzone. Der Nettogewinn soll demnach 180
Mio. USD betragen.
Toshiba Bilanz 2001Verfall des Halbleitermarktes
Der Verlust des vergangenen Geschäftsjahres wurde laut Toshiba durch hohe Restrukturierungskosten und die allgemeine Geschäftsflaute in der IT-Branche bedingt.
Der Umsatz sank daher auch um neun Prozent auf 40,557 Mrd. USD. Hier habe sich vor allem der Verfall des weltweiten Halbleitermarktes, speziell bei Speicherchips, negativ bemerkbar gemacht.
Beim Umsatz rechnet Toshiba für das laufende Geschäftsjahr mit einem Plus von vier Prozent.
Der operative Gewinn soll knapp eine Mrd. Dollar betragen, nachdem im Geschäftsjahr 2001 ein operativer Verlust von 880 Mio. Dollar eingefahren wurde.
"Radikaler" Restrukturierungsplan
Toshiba hat ein turbulentes Jahr 2001 hinter sich. Im August
wurde ein "radikaler" Restrukturierungsplan veröffentlicht. Etwa
sieben der 21 Werke in Japan sollen geschlossen oder zusammengelegt
und rund zehn Prozent der 188.000 Beschäftigten bis März 2004
abgebaut werden.
Kooperation Infineon - Toshiba geplatzt
