VKI warnt vor Online-Krediten
Der Verein für Konsumenteninformation [VKI] rät vom Abschluss von Kreditverträgen über das Internet ab.
Ein heimischer Bankenvergleich des VKI hat ergeben, dass viele Websites die Bankkunden nicht ausreichend informierten. Vor allem die Nebenkosten bei der Kreditaufnahme würden verschwiegen. Ein Vergleich sei damit oft "nahezu unmöglich", kritisiert der VKI.
"Um nicht in eine Kostenfalle zu tappen", empfiehlt der VKI, sich bei den Kreditgesprächen jedenfalls neben dem Nominalzinssatz auch den so genannten Effektivzinssatz, der alle Kosten enthalten sollte, nennen zu lassen. Außerdem sollte der Kreditnehmer laut VKI die Angabe von Gesamtbelastung und Nebenkosten [Kreditvertragsgebühr, Bearbeitungsgebühr, Kontoführungskosten] erfragen und überprüfen, ob nicht im klein Gedruckten sonstige Nebenspesen [eventuell verlangte Versicherungsabschlüsse] in den Gesamtkosten zu berücksichtigen sind.
VKIOffline verhandeln
Generell habe der Vergleich bei Online-Krediten kaum bessere Konditionen ergeben, als wenn der Kredit in einer Bankfiliale abgeschlossen wird. Wer es verstehe zu verhandeln, könne bei einem persönlichen Gespräch mit der Bank erfahrungsgemäß sogar noch bessere Konditionen erzielen, so der VKI.
Darüber hinaus könnten sich die Kreditkunden bei einem Online-Abschluss auch kaum Wege ersparen. "Zur Unterschriftleistung muss der Kreditnehmer nach wie vor in die Bank gehen", betonen die Konsumtenenschützer.
