Google verliert AdWords-Streit
300.000 Euro Strafe an Louis Vuitton
Der Suchmaschinenbetreiber Google hat in Frankreich das Berufungsverfahren im Markenrechtsprozess gegen das Luxuslabel Louis Vuitton [LV] verloren und darf künftig bei der Suche nach LV keine Werbelinks von Mitbewerbern mehr anzeigen.
Das war im Rahmen des AdWords-Programms möglich, bei dem Firmen dafür zahlen, bei bestimmten Suchwörtern, als bezahlter Werbelink deklariert, ebenfalls auf der Ergebnisseite angezeigt zu werden. AdWords gilt als Googles Gewinnbringer.
Wegen Verletzung des Markenrechts muss Google nun 300.000 Euro Schadenersatz zahlen.
Bei der Suche auf Google.at findet man derzeit keinerlei Werbelinks, wenn man den Markennamen Louis Vuitton als Suchbegriff eingibt.
"Das ist ein alter AdWords-Streit", kommentierte Google das Urteil.
Schon nach dem Urteil erster Instanz im Februar 2005 habe das Unternehmen seine Geschäftsbedingungen dahingehend geändert, dass Wettbewerber keine Markennamen der Konkurrenz mehr buchen dürften.
(dpa | CNET)
