Kostenpflichtige Services erfolgreich
Seit nunmehr rund drei Wochen sind zwei der größten heimischen SMS-Internet-Seiten, sms.at und uboot.com, nicht mehr [völlig] gratis.
Der Betreiber der beiden Plattformen, die Universal Communication Plattform AG [ucp], meldet in einer erste Zwischenbilanz nun bereits 50.000 zahlende Abonnenten.
Damit sei man in kürzester Zeit zum österreichischen Marktführer bei entgeltlichen Internet-Diensten aufgestiegen, sagte Unternehmenssprecher Thomas Reiter. Bis Jahresende peilt ucp über 200.000 Teilnehmer an.
sms.at hatte Ende März den Gratis-SMS-Dienst drastisch eingeschränkt. Seither dürfen pro registrierten User nur noch fünf SMS pro Monat gratis verschickt werden. Wer mehr schicken will, zahlt entweder 0,04 Euro pro Kurzmitteilung oder muss sich für ein Abonnement anmelden, das für ein monatliches Kontingent von 100 SMS 9,9 Euro im Jahr, für monatlich 200 SMS 19,90 Euro im Jahr kostet. Auf uboot.com wurde der Gratis-SMS-Versand vor zehn Tagen komplett eingestellt.
Auch uboot.com wird kostenpflichtigAb Herbst Gewinne
Nach früheren Angaben erwartet ucp heuer einen Umsatz von 16,2 Millionen Euro.
Ab Herbst 2002 will das Unternehmen Gewinne schreiben. Die Geschäftsbereiche sms.at und Mobile Solutions sind laut Unternehmen bereits Cash-Flow-positiv.
ucp plant ab Herbst positiven CashflowBezahldienste verringern Web.de-Verluste
Unterdessen hat Web.de im ersten Quartal 2002 durch ein kräftiges Wachstum bei den Bezahldiensten sowie drastische Kostensenkungen seinen Verlust auf 3,5 Millionen Euro verringert.
"Das ist der niedrigste Verlust seit unserem Börsengang im Februar 2000", sagte ein Unternehmenssprecher.
Der Fehlbetrag sei im Vergleich zum vierten Quartal 2001 um 54 Prozent gesunken. Der Umsatz wuchs in diesem Zeitraum um 16 Prozent auf 4,8 Millionen Euro. An seinem Ziel, noch im vierten Quartal 2002 schwarze Zahlen zu schreiben, hält Web.de weiterhin fest.
Web.deKostenpflichtige Services
Wachstumsmotor im jüngsten Quartal sind laut Unternehmensanagaben die Bezahldienste gewesen.
Darunter fallen insbesondere kostenpflichtige Handy-Kurzmitteilungen. Außerdem bietet Web.de Einträge in den Web-Katalog nicht mehr gratis an.
Weitere Einnahmen erzielte das Unternehmen durch den Web.de-Club, bei dem die Kunden für fünf Euro im Monat bestimmte Kommunikationsdienstleistungen angeboten bekommen.
