Siemens steigert Handyabsatz
Der Siemens-Konzern hat seinen Gewinn im zweiten Quartal des laufenden Geschäftsjahres stärker als von Analysten erwartet gesteigert.
Das Ergebnis nach Steuern kletterte verglichen mit dem Vorjahr von 578 Millionen auf rund 1,3 Milliarden Euro.
Siemens hat im abgelaufenen Quartal mehr Mobiltelefone verkauft als im Vorjahreszeitraum. Der Handyabsatz sei auf 8,3 Millionen von 6,9 Millionen Euro im Vorjahresquartal gestiegen, teilte Siemens mit. Durch Kostensenkungsmaßnahmen habe das Handygeschäft einen operativen Gewinn von 13 Millionen Euro erzielt.
Der Verkauf von Infineon-Anteilen steuerte zum Quartalsergebenis per Saldo 561 Millionen Euro bei. Das Ergebnis vor Steuern und Zinsen stagnierte bei 919 Millionen Euro. Erst letzte Woche hatte eine pessimistische Prognose des finnischen Nokia-Konzerns für die Handybranche zu heftigen Kursstürzen geführt.
Talfahrt der Handy-IndustrieKeine exakte Prognose
Nach der Gewinnsteigerung will Siemens weiterhin keine konkrete Prognose für das laufende Geschäftsjahr abgeben.
Auf Grund der gesamtwirtschaftlichen Lage sei eine Vorhersage für 2001/02 [bis 30. September] kaum möglich, sagte Konzernchef Heinrich von Pierer.
Siemens wolle aber sein Produktivitäts- und Restrukturierungsprogramm weiter vorantreiben. Wegen des Wegfalls von Sonderbelastungen will der Elektrokonzern nach Angaben eines Sprechers aber den Gewinn im Gesamtjahr in jedem Fall weiterhin deutlich steigern.
