Elsa am Ende
Der Fortbestand des insolventen deutschen Grafikkarten- und Netzwerkspezialisten Elsa AG ist höchst unwahrscheinlich.
Nach Prüfung des Insolvenzantrages vom 25. Februar sei der vorläufige Insolvenzverwalter der Gesellschaft zu dem Ergebnis gekommen, dass Elsa "zahlungsunfähig und überschuldet ist", erklärte das Unternehmen heute in einer Ad-hoc-Aussendung.
Sieben Banken kündigten Kreditvolumen von 28 Mio. Euro
Vor dem Insolvenzantrag am 25. Februar dieses Jahres waren 480
Beschäftigte, davon 380 am Stammsitz Aachen, bei dem Hersteller von
Modems, Grafikkarten, Netzwerklösungen und Monitoren tätig. Anfang
Februar 2002 hatten sieben Banken mit Wirkung zum 15. Februar ein
Kreditvolumen von 28 Millionen Euro gekündigt. Zusätzlich hatte eine
weitere Bank eine Rahmenkreditlinie in Höhe von zehn Millionen Euro,
die bis zum 30. März befristet war, nicht verlängert.
Elsa vor dem Ende"Fehlen jeglicher Liquidität"
Der eingesetzte Gläubigerausschuss habe im Hinblick auf das "Fehlen jeglicher Liquidität" einer Einstellung des Geschäftsbetriebes bei Insolvenzeröffnung zugestimmt. Wörtlich heißt es, dass "der Fortbestand der Gesellschaft damit unwahrscheinlich ist".
Im Eröffnungsverfahren habe sich keine Reorganisationslösung ergeben, die zur Beseitigung der Voraussetzungen für eine zwingende Insolvenzeröffnung geführt hätte. Dementsprechend werde der vorläufige Insolvenzverwalter dem Amtsgericht Aachen die Eröffnung des Verfahrens planmäßig zum 1. Mai 2002 vorschlagen.
