Wahlen verzögern Mobilcom-Deal
Die mehrheitliche Übernahme der deutschen Mobilfunkfirma Mobilcom durch ein Bankenkonsortium verzögert sich einem Magazinbericht zufolge mit Rücksicht auf die Präsidentschaftswahl in Frankreich am 5. Mai.
Der französische Telekom-Konzern France Telecom mit Vorstandschef Michel Bon an der Spitze warte mit seiner Unterschrift unter ein Übernahmeangebot an alle Mobilcom-Aktionäre, um dem zur Wiederwahl stehenden französischen Staatspräsidenten Jacques Chirac "nicht in die Quere" zu kommen, berichtete das Magazin "Focus-Money" vorab aus seiner neuen Ausgabe.
Chirac unterstützte France-Telecom-Chef
Chirac habe Bon "einst in den Chefsessel gehoben", wird in dem
Bericht die Rücksichtnahme des mehrheitlich noch staatlichen
Telekom-Konzerns begründet.
MobilcomFrance Telecom und Mobilcom-Chef und -Gründer Gerhard Schmid hatten im März einen wochenlangen Streit über das Engagement der gemeinsamen Tochter Mobilcom im UMTS-Mobilfunk dadurch beigelegt, dass Schmid seinen knapp 50-prozentigen Anteil an Mobilcom an ein Bankenkonsortium veräußert.
