Stagnierender Handyabsatz in Österreich
Der Markt für Mobiltelefone ist derzeit immer noch stagnierend.
Der Marktführer Nokia gab sich anlässlich einer Pressekonferenz in Wien jedoch ähnlich verhalten wie die finnische Konzernmutter.
Während Nokia weltweit mit einer Steigerung des Handyabsatzes von 380 auf rund 400 Millionen Handsets rechne, werde der österreichische Markt, auf dem 2001 rund 2,5 Millionen Handys abgesetzt wurden, 2002 auf diesem Niveau stagnieren, schätzt der Geschäftsführer von Nokia Mobile Phones für Österreich und die Schweiz, Heikki Tarveinen.
Dennoch hoffe Nokia Österreich heuer dank neuer Datenservices, Spiele und Handyzubehör auf ein leichtes Umsatzplus.
Anteil der Datendienste steigt
2001 betrug der Anteil von Daten und Messaging weltweit sieben
Prozent des mobilen Gesamtumsatzes, bis 2006 soll dieser Anteil auf
35 Prozent steigen, prognostizierte Tarveinen.
Talfahrt der Handy-IndustrieSMS-Aufkommen bis zu zehn Millionen/Tag
Davon würden 14 Prozent auf Messaging, neun Prozent auf Infotainment, vier Prozent auf Business-Services und zwei Prozent auf Transaction-Services entfallen.
Österreich steht im internationalen Vergleich bei der Datennutzung verhältnismäßig gut da. Auf Grund des hohen SMS-Aufkommens, das zwischen sechs und zehn Millionen pro Tag liege, betrage der Daten- und Messaginganteil derzeit bereits 15 Prozent, betonte Tarveinen.
MMS als Hoffnungsträger
Große Hoffnungen setzt Nokia auf den SMS-Nachfolger MMS
[Multimedia Messaging Service]. "Wir arbeiten natürlich auch hier
mit den heimischen Mobilfunkbetreibern zusammen. Die ersten
MMS-Dienste werden zeitgleich mit entsprechenden Handys im Sommer
auf den Markt kommen." Das Nokia 7650 mit eingebauter Digicam ist
das einzige Handy von Nokia, das MMS-Mitteilungen generieren kann.
Andere Modelle wie das 7210 und das 3510 können MMS-Nachrichten nur
anzeigen.
Die Verlockung der bunten MMSOffene Standards
Damit sich die neuen Dienste auf dem Markt durchsetzen könnten, sei es wichtig, einen "fragmentierten Markt" zu vermeiden: "Einen offenen Standard gibt es derzeit bereits bei der Sprachtelefonie, künftig muss dies auch für andere Dienste gelten", so Tarveinen.
