Internet eint Gegner des Kosovo-Konflikts
Albanische und serbische Umweltgruppen haben ein Internet-Projekt zum Schutz der Umwelt im Kosovo gestartet.
Ziel des Netzwerkes ist es laut Umweltgruppen, über das Internet die Umweltproblematik infolge des Kosovo-Konflikts zu thematisieren.
Koordination
Das Projekt wird von Blerim Vela vom regionalen Umweltzentrum für
Zentral- und Osteuropa in der Kosovo-Hauptstadt Pristina
koordiniert.
Regionales Umweltzentrum für Zentral- und OsteuropaBreiterer Zugang durch das Internet
Die kriegerischen Auseinandersetzungen haben ihre Spuren in verschmutzten Flüssen, gerodeten Wäldern und einer smogverhangenen Hauptstadt Pristina hinterlassen.
"Den meisten Menschen ist das Umweltproblem unbekannt", so Vela.
Durch das elektronische Netzwerk soll das Problem einen breiteren Zugang finden, erklärt Vela die Idee der Vernetzung.
Jahrelanges Misstrauen
Laut dem Koordinator war das Vorhaben auf Grund des jahrelangen
Misstrauens mit Schwierigkeiten verbunden, was sich bereits in einem
Workshop im vergangenen Jänner zeigte. Serbische Umweltschützer
mussten erst zur Teilnahme bewegt werden. Erstmals nach drei Jahren
ist eine Nicht-Regierungsgruppe nach Pristina gereist.
Serbian Ministry of Information
Kosovo Information CentreWebsite soll im Juni starten
Die Website namens Sharri.net soll bereits im Juni starten.
Die Finanzierung des elektronischen Netzwerkes erfolgt durch das norwegische Umweltministerium und das niederländische Außenministerium.
Eine zentrale Stelle in Pristina ermöglicht allen Umweltgruppen freien Zugang zum Internet. Derzeit stehen vier Computer zur Verfügung, bei denen es sich um Second-Hand-Modelle eines niederländischen Privatunternehmens handelt.
In den vergangenen Jahren gab es einen einzigen Internet-Service-Provider in Jugoslawien, nur wenige im Kosovo lebende Albaner hatten Zugang zum Internet. "Erst seit es vier Provider gibt, ist es der Bevölkerung möglich, das Service zu nutzen und eigene Webseiten zu schaffen", so Vela abschließend.
