Deutsche Telekom mit roten Zahlen
Erstmals seit dem Börsengang 1996 ist das größte europäische Telekommunikationsunternehmen, die Deutsche Telekom, tief in die roten Zahlen gerutscht.
Nach ersten vorläufigen Ergebnissen liegt der Fehlbetrag bei 3,5 Milliarden Euro.
Anders als 2000 reichten im vergangenen Jahr die Sondererträge aus Verkäufen von Beteiligungen nicht mehr aus, um den Absturz in die Verlustzone zu verhindern.
Schulden, VoiceStream und UMTS-Lizenzen
Löcher in die Bilanz des Unternehmens reißen vor allem drei
Posten: die hohe Verschuldung und die damit verbundenen
Zinsverpflichtungen, der milliardenschwere Zukauf des
US-Mobilfunkbetreibers VoiceStream und die Kosten für den Erwerb der
UMTS-Lizenzen.
DT übernimmt VoiceStreamEBITDA um 17 Prozent gestiegen
Um Sondereinflüsse bereinigt verbesserte sich das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen [EBITDA] im vergangenen Jahr um 17 Prozent auf 15,1 Milliarden Euro.
Und in diesem Jahr soll es nach Einschätzung von Analysten weiter aufwärts gehen: Ein zweistelliger Zuwachs wird beim Umsatz [2001: 48,3 Milliarden Euro] und beim EBITDA erwartet.
Schulden fressen den Gewinn
Die DT verliert wegen ihres Schuldenstandes von 62,5 Milliarden
Euro [Ende 2001] durch Zinszahlungen enorm viel Geld. So musste der
Konzern allein im vergangenen Jahr einen Betrag von 4,4 Milliarden
Euro an seine Geldgeber zahlen.
DT mit 63,1 Milliarden Euro SchuldenTilgung verschoben
Das ehrgeizige Ziel, bis zum Jahresende die Verbindlichkeiten auf 50 Milliarden Euro herunterzufahren, hat die Telekom vor wenigen Wochen um ein Jahr verschoben.
Grund hierfür ist der geplatzte Verkauf des TV-Kabelnetzes an Liberty Media für 5,5 Mrd. Euro und das schlechte Börsenumfeld, durch das sich der geplante Börsengang von T-Mobile International verzögert.
