22.04.2002

BILANZ 2001

Bildquelle: Telekom

Deutsche Telekom mit roten Zahlen

Erstmals seit dem Börsengang 1996 ist das größte europäische Telekommunikationsunternehmen, die Deutsche Telekom, tief in die roten Zahlen gerutscht.

Nach ersten vorläufigen Ergebnissen liegt der Fehlbetrag bei 3,5 Milliarden Euro.

Anders als 2000 reichten im vergangenen Jahr die Sondererträge aus Verkäufen von Beteiligungen nicht mehr aus, um den Absturz in die Verlustzone zu verhindern.

EBITDA um 17 Prozent gestiegen

Um Sondereinflüsse bereinigt verbesserte sich das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen [EBITDA] im vergangenen Jahr um 17 Prozent auf 15,1 Milliarden Euro.

Und in diesem Jahr soll es nach Einschätzung von Analysten weiter aufwärts gehen: Ein zweistelliger Zuwachs wird beim Umsatz [2001: 48,3 Milliarden Euro] und beim EBITDA erwartet.

Tilgung verschoben

Das ehrgeizige Ziel, bis zum Jahresende die Verbindlichkeiten auf 50 Milliarden Euro herunterzufahren, hat die Telekom vor wenigen Wochen um ein Jahr verschoben.

Grund hierfür ist der geplatzte Verkauf des TV-Kabelnetzes an Liberty Media für 5,5 Mrd. Euro und das schlechte Börsenumfeld, durch das sich der geplante Börsengang von T-Mobile International verzögert.