EU-Ausschuss gegen Cookie-Warnungen
Cookies dürfen in Europa ungefragt auf die Festplatten von Internet-Nutzern kopiert werden, wenn das Europäische Parlament einer Empfehlung des "Ausschusses für die Freiheiten und Rechte der Bürger, Justiz und innere Angelegenheiten" folgt.
Der Ausschuss der EU kommt zu dem Schluss, dass Websites keine Warnmeldungen an die PCs der Anwender übermitteln müssen, bevor sie die kleinen Dateien auf die Festplatte kopieren.
Europäischer Rat für Warnhinweise
Damit stellt er sich gegen die Meinung des Europäischen Rats, der solche Warnhinweise befürwortet. Gegen Beschränkungen von Cookies sprechen sich bislang vor allem Online-Vermarkter aus.
Katalogisierung des Konsumverhaltens
Sie argumentieren, dass sich zum Beispiel virtuelle Einkaufskörbe nur mit dieser Technologie verwirklichen lassen.
Verbraucherschützer kritisieren, dass durch die Dateien das Konsumverhalten bis zum letzten Mausklick ausspioniert werden könne.
Nur die wenigsten Verbraucher wüssten, wie sich die Cookie-Funktionen in den Browsern deaktivieren beziehungsweise kontrollieren lassen.
Hunderte Datenbanken mit Österreichern
Laut einer Studie im Auftrag der Arbeiterkammer [AK] ist jeder
Österreicher in 100 bis 400 Datenbanken gespeichert, wahrscheinlich
noch in weit mehr. Offiziell gibt es 81.000 private und 7.000
öffentliche Stellen, die Daten sammeln.
Arbeiterkammer fordert besseren Datenschutz
