Solaris 9 vielleicht doch für Intel-CPUs
Sun Microsystems will den Entschuss, Solaris 9 nicht mehr für Intels 32-Bit-CPUs anzubieten, noch einmal überdenken. Anlass sind Proteste von Anwendern.
Sun hat sich deswegen mit einer sechsköpfigen User-Delegation getroffen.
Anfang des Jahres hatte Sun Kostengründe für den Entschluss verantwortlich gemacht, die 32-Bit-Intel-Unterstützung in Solaris 9 auf Eis zu legen.
Solaris 9 sollte nur 64-Bit-UltraSparc-Prozessoren unterstützen.
Support für sieben Jahre
Anwender, die Intel-CPUs einsetzen, hätten sich demzufolge mit
Solaris 8 begnügen müssen. Der Support für Solaris 8, so teilte Sun
damals mit, solle für Kunden noch die nächsten sieben Jahre
aufrechterhalten werden.
Solaris 9 unterstützt keine Intel-CPUsSun traf User-Delegation "Secret Six"
Jetzt macht sich Sun allerdings darüber Gedanken, ob Solaris 9 nicht doch mit Intel-CPUs arbeiten soll.
Benutzer hatten sich in Foren dafür stark gemacht und eine Kampagne gestartet. Innerhalb der Diskussionsforen wählten die User eine Delegation, die sich mit Sun treffen sollte.
Diese "Secret Six" getaufte Delegation soll die Sun-Verantwortlichen tatsächlich zum Umdenken bewogen haben. Ein endgültiges Ergebnis steht jedoch noch aus.
User wollen mithelfen
Im Zuge der öffentlichen Diskussion hatten sich viele Benutzer
bereit erklärt, für das Intel-kompatible Solaris auch eine Gebühr zu
bezahlen und bei der Fehlersuche mitzuhelfen.
Solaris-User sind sauerFertigstellung ist machbar
Anil Gadre, Vice President und für Solaris zuständig, sagte, man denke derzeit über mehrere Möglichkeiten nach, eine davon sei, eine Support-Gebühr zu verlangen.
Da die Entwicklung von Solaris 9 für Intel-CPUs zu einem relativ späten Zeitpunkt auf Eis gelegt wurde, dürfte eine Fertigstellung ohne allzu großen Aufwand machbar sein. Der Großteil des Codes für Intel soll bereits fertig sein.
Sun fürchtete bei der Entscheidung vor allem die Kosten für Weiterentwicklung, Fehlersuche und Support.
Sun hat nach eigenen Angaben über eine Million Solaris-Lizenzen über sein Solaris-Entwicklerprogramm vergeben, die meisten davon an Intel-Benutzer.
Keine teure Hardware-Umgebung notwendig
Das Entwicklerprogramm sei auch deshalb so beliebt, weil sich
interessierte Entwickler und Anwender mit Solaris vertraut machen
können, ohne eine vergleichsweise teure Hardware-Umgebung zu
benötigen, hieß es in den Foren. Andere Anwender schätzen die
Skalierbarkeit von Solaris, die vom Low-Cost-PC bis hin zum
High-End-Server reiche.
Solaris-Entwicklerprogramm
