Projekt "e-Learning" ist voller Erfolg
Im Schuljahr 2000/2001 haben 35 Oberstufenstandorte in 59 Klassen [rund 1.600 Schüler] in ganz Österreich begonnen, E-Learning-Konzepte in vielen Fachbereichen mit Hilfe von Notebooks umzusetzen.
Rund 400 Lehrer und über 2.700 Schüler gehen inzwischen im Unterricht mit teilweise kabellos vernetzten Notebooks zu Werke.
Bildungsministerin Elisabeth Gehrer [ÖVP] zog nun eine erste Zwischenbilanz des Projekts "e-Learning".
"Lehrerlose Klassen wird es nie geben"
So nützlich die Möglichkeiten der modernen Telekommunikation in
der Schule auch sein mögen, lehrerlose Klassen wird es nach Ansicht
von Gehrer dennoch "nie geben".
Bundesministerium für BildungFünf bis sechs Stunden täglich
Die Evaluierung des Projekts durch Experten der Donau-Universität [DU] Krems hat gezeigt, dass die meisten Schüler schon zu Beginn vom Einsatz des Notebooks begeistert waren und dass diese Begeisterung auch im Laufe des Projekts nicht abgeflaut ist.
Die Schüler hätten ihre Rechner durchschnittlich fünf bis sechs Stunden pro Tag genutzt, in erster Linie zur Texterfassung [für Mitschriften], zur Präsentation, zur Recherche und auch für verschiedene fachspezifische Anwendungen, sagte Gerda Kysela-Schiemer von der DU.
Anfängliche Angst vor technischen Problemen habe sich rasch gelegt, echte Pannen habe es praktisch nicht gegeben, berichtete die Expertin.
Notebooks müssen Schüler selbst bezahlen
Ein Hemmnis sind aber nach wie vor die Kosten für die Hardware.
Die Netzwerke, Projektoren und Ähnliches werden zwar vom
Bildungsministerium zur Verfügung gestellt, die Notebooks selbst
müssen aber die Schüler bezahlen. Kysela-Schiemer regte an, eine Art
Leihgerätepool einzurichten.
Plattform zum Notebook-ProjektWeiterführung und Lehrerfortbildung
Gehrer kündigte eine Weiterführung des Projekts an.
Dabei müsse nicht zuletzt großer Wert auf die Lehrerfortbildung gelegt werden, es zeichne sich aber schon jetzt ab, dass die Lehrer diese Herausforderung mehrheitlich annehmen würden.
Letztlich müssten die Neuen Medien ein "selbstverständlicher Bestandteil" des Unterrichts werden.
