Talfahrt der Handy-Industrie
Die pessimistische Prognose des finnischen Nokia-Konzerns für die Handybranche hat zu heftigen Kursstürzen geführt.
Die Nokia-Aktie sackte am Donnerstagnachmittag um neun Prozent auf 21,32 Euro ab. Die Aktien des schwedischen Konkurrenten Ericsson fielen in Stockholm um mehr als sieben Prozent auf umgerechnet 4,2 Euro.
Die übrigen europäischen Telekom-Ausrüster hat es zwar flächendeckend, aber nicht ganz so schwer erwischt.
STMicroelectronics gaben um 4,1 Prozent nach, Siemens und Motorola gaben in Frankfurt um 1,7 Prozent auf knapp unter 70 Euro beziehungsweise mehr als drei Prozent auf 17,50 Euro nach.
Das Papier der British Telecom verlor 2,92, jenes von Alcatel 1,7 Prozent.
Statt Wachstum
Bisher war Nokia von einem neuen Wachstumsschub in der zweiten
Jahreshälfte ausgegangen.
Nokias Quartal einsDer Grund für den Sturz
Nun meinte Konzernchef Jorma Ollila zur Nachfrageentwicklung in den kommenden Monaten: "Die generelle Schwäche in allen Schlüsselregionen wird die Nachfrage nach Mobiltelefonen für den Rest des Jahres beeinflussen."
Es sei bis Ende 2002 ein Rückgang bei GSM-Telefonen sowie auf dem gesamten Infrastrukturmarkt zu erwarten.
Beim eigenen Umsatz rechnet der weitaus größte Handyhersteller der Welt im zweiten Halbjahr nur noch mit einem Umsatzplus von 15 Prozent nach bisher 25 bis 35 Prozent mehr.
Nokias Zahlen im Detail
