Rekord für optischen Datentransfer
Der Arbeitsgruppe Optische Kommunikation der Technischen Universität [TU] Wien ist es gelungen, die Empfindlichkeit eines optisch vorverstärkten Direktempfängers derart zu verbessern, dass für die Übertragung von einem Bit nur noch 52 Photonen [Lichtteilchen] nötig sind, und das bei einer Datenrate von zehn Gigabit.
Arbeitsgruppe Optische KommunikationNatürliche Grenze nur knapp überschritten
"Damit liegen wir nur noch unwesentlich über der natürlich gegebenen Untergrenze von 38 Photonen pro Bit", sagte dazu Martin Pauer von der Arbeitsgruppe Optische Kommunikation.
Diese natürliche Grenze ergibt sich dadurch, dass es an der lichtempfindlichen Zelle, der Photodiode, zu einem gewissen optischen Rauschen kommt.
Unter 38 Photonen würde das Signal gleichsam im Rauschen untergehen, die Fehler würden sich häufen.
Technische Universität WienNutzen bei der Datenübetragung
Bei ihren Versuchen mit 52 Photonen schafften die Techniker trotz der geringen Lichtmenge eine Genauigkeit, bei der von einer Milliarde übertragener Bits nur eines falsch detektiert wurde.
Derart empfindliche Empfänger könnten auf verschiedene Arten genutzt werden, berichtete Pauer. So könnte bei gleicher Sendeleistung entweder die Datenrate gesteigert oder auch die gleiche Datenrate über eine größere Entfernung übertragen werden.
Das wiederum ist für den Datenaustausch über Satelliten von besonderer Bedeutung, denn dabei können die Signale nicht, wie auf der Erde, nötigenfalls in Verstärkerknoten aufgefrischt und verstärkt werden.
Aber auch bei der irdischen Kommunikation bedeutet der Wegfall von teuren Zwischenverstärkern eine Minimierung des Aufwandes bei der Datenübertragung.
