Mobilkom ist "börsenfit"
Der größte österreichische Mobilfunkbetreiber Mobilkom Austria, eine 75-Prozent-Tochter der börsennotierten Telekom Austria [TA], ist nach einem starken Wachstum bei Umsatz und Ergebnis im Jahr 2001 weiter auf Expansionskurs.
Die bevorstehende Eigentümerveränderung bei der Mobilkom - Unternehmenskreisen zufolge will die TA den 25-Prozent-Anteil der Telecom Italia Mobile [TIM] an der Mobilkom zurückkaufen - sieht Mobilkom-Chef Boris Nemsic gelassen: "Wir haben bisher immer eine professionelle Eigentümerstruktur gehabt, die TIM war ein fairer Partner. Die Mobilkom ist ein Asset und verdient Geld", betonte Nemsic die gute Position der Mobilkom.
"Mobilkom ist börsenfit"
Sollte die TIM der Mobilkom aber tatsächlich als Eigentümer
abhanden kommen, werde sich die Mobilkom darum bemühen, dass ihr die
TIM als Kooperationspartner erhalten bleibe, so Nemsic. Zu dem in
der Branche kolportierten Börsengang der Mobilkom meinte Nemsic:
"Die Mobilkom ist börsenfit. Mehr kann ich nicht dazu sagen."
MobilkomUTMS noch heuer
Noch im zweiten Halbjahr 2002 will die Mobilkom mit der dritten Mobilfunkgeneration UMTS [Universal Mobile Telecommunications System] starten - möglicherweise über einen Testbetrieb mit "friendly customers", sagte Mobilkom-Marketingvorstand Hannes Ametsreiter.
Kommerziell mit UMTS werde die Mobilkom aber erst starten, wenn es hochqualitative Endgeräte in ausreichender Zahl gebe, meinte Nemsic. Eine UMTS-Zukunft für alle sechs Lizenzinhaber sieht Nemsic aber nicht: "In Österreich rechnen sich höchstens drei UMTS-Anbieter."
Die Mobilkom-Gruppe, welche die Mobilkom Austria, die kroatische Vipnet [66-prozentige Mobilkom-Tochter], die slowenische si.mobil [75-prozentige Mobilkom-Tochter] und die mobilkom liechtenstein umfasst, hatte per Ende 2001 knapp vier Millionen Kunden und 3.438 Mitarbeiter.
1,7 Mrd. Euro Umsatz
Der Gruppenumsatz stieg 2001 um 14 Prozent auf 1,7 Mrd. Euro, das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen [EBITDA] erhöhte sich um 31 Prozent auf 571,3 Millionen Euro.
