W3C verabschiedet Datenschutz-Standard
Das World Wide Web Consortium [W3C] hat die "Platform for Privacy Preferences [P3P] 1.0" als Standard für maschinenlesbare Datenschutzerklärungen verabschiedet.
Die P3P-Spezifikation dokumentiert eine industrieübergreifende Vereinbarung über eine XML-basierte Sprache zur Darstellung von maschinenlesbaren Datenschutzerklärungen.
Das W3C erwartet von dem Standard eine bessere Kontrollmöglichkeit für die Benutzer, die damit selbst festlegen können, wie viele Informationen sie über sich preisgeben wollen.
Schutz der Privatsphäre
"Datenschutzerklärungen sind gut, sie zu verstehen ist besser",
sagte Tim Berners-Lee, der Direktor des W3C. "P3P dient als
Eckpfeiler für die Lösung des allgemeineren Problems des Schutzes
der Privatsphäre und der Sicherheit im Web." Für die Integration von
P3P-Policys in Websites stellt das W3C eine "P3P-Toolbox" zur
Verfügung.
P3P-ToolboxKontrolle über Nutzung der Daten
P3P ist im Grunde eine standardisierte Liste von Multiple-Choice-Fragen, die in eine Website integriert wird und alle wesentlichen Fragen zum Datenschutz abdeckt.
Die Antworten werden in XML übersetzt und ergeben ein klares Bild, welche Daten von einer Website zu welchem Zweck genutzt werden.
Auf Grund der Maschinenlesbarkeit kann die Erklärung nun von Software, speziell dem Browser des Benutzer-PC, interpretiert und automatisch mit den Präferenzen des Nutzers abgeglichen werden.
Teilweise Unterstützung von IE 6
Das W3C hat eine Liste von P3P-fähigen Websites und Software, die
den Standard unterstützt, veröffentlicht. So unterstützt Microsofts
Internet Explorer ab Version 6 bereits teilweise den Standard.
Liste von P3P-fähigen Websites
