China als Handy-Wachstumsmarkt
China ist derzeit der größte Markt für mobile Kommunikation - und auch einer der am härtesten umkämpften.
Vor vier Jahren traten rund ein Dutzend Hersteller mit etwa 30 Geräten gegeneinander an. Heute sind es mehr als 30 Anbieter mit über 240 Modellen.
In China wurden im vergangenen Jahr insgesamt rund 55 Millionen Geräte verkauft. Für das laufende Jahr wird das gleiche Niveau angestrebt.
Siemens will aufholen
Der Siemens-Konzern will nun seinen Anteil am chinesischen
Handy-Markt bis zum Ende des Geschäftsjahres 2003 [zum 30.
September] etwa verdoppeln.
SiemensNokia und Motorola vor Siemens
Peter Borger, der Chef des Joint Ventures Siemens Shanghai Mobile Communications Ltd., unterstrich, eine geplante neue Modellreihe speziell für den asiatischen Markt werde dazu beitragen, Marktanteile zurückzugewinnen.
"Wir haben derzeit acht bis neun Prozent Marktanteil, und wir müssen ihn auf 15 Prozent erhöhen", sagte er. Noch im Mai 2001 hatte Siemens einen Anteil von 14,5 Prozent gehalten. Siemens liegt in China, dem inzwischen weltgrößten Markt für Mobiltelefone, auf Rang drei hinter Marktführer Nokia und Motorola.
Chinesen wollen ansprechendes Design
Die neuen Geräte, die Ende des Jahres herauskommen sollen, werden nach den Worten Borgers nach dem Geschmack der modebewussten Asiaten gestaltet. Denn das Design der bisherigen Siemens-Handys komme in Asien nicht sehr gut an.
Asiaten sähen Mobiltelefone als wesentliche Elemente ihrer modischen Aufmachung an. Europäer dagegen betrachteten Handys in erster Linie als Kommunikationswerkzeuge.
Die stilbewusste Konkurrenz, etwa die koreanische Samsung Electronics, gewinne an Popularität, weil die Asiaten deren Produkte den nüchterner gestalteten Geräten der Deutschen vorzögen.
