Überwachungskameras, angezapft
Überwachungskameras, allgegenwärtig in jeder US-Stadt, werden immer häufiger im privaten Bereich eingesetzt.
Viele von ihnen operieren mittlerweile drahtlos - die Bilder werden an eine örtlich getrennte Empfangsstation versandt.
Der drahtlose Übertragungsweg macht die unverschlüsselt übertragenen Daten allerdings anfällig für Angriffe mit Laptop, Antenne und etwas Software.
Billigkameras von X10
Viele der drahtlosen Kameras stammen beispielsweise von X10
Wireless Technology, unter anderem bekannt durch extensive Werbung
im World Wide Web. Obwohl X10 in privater Hand liegt und keine
Umsatzzahlen bekannt gibt, geht aus Dokumenten anlässlich eines
geplanten IPO hervor, dass allein im Jahr 2000 rund 185.000 der
drahtlosen Kameras verkauft wurden.
X10 Wireless TechnologyVideos gelangen unverschlüsselt in den Äther
Somit dürften in US-Haushalten Hunderttausende drahtlose Kameras allein vom Anbieter X10 installiert sein.
Mittels einer leistungsfähigen Antenne und entsprechenden Anschlussmöglichkeiten für einen Laptop sind die Voraussetzungen geschaffen, die unverschlüsselten Signale bis zu 400 Meter von der Quelle entfernt zu empfangen. Der angeschlossene Laptop zeigt die Videobilder in Echtzeit - überwacht werden meist Hauseingänge, aber auch Wohn-, Kinder- und Schlafzimmer.
Auch Supermärkte setzen verstärkt auf drahtlose Überwachungstechnologie - ein Umstand, der Hackern neues Anschauungsmaterial bietet.
"War driving" als Hacksport
Ähnliche Methoden werden bereits unter dem Namen "war driving" im
Bereich von drahtlosen Computernetzwerken angewandt, meist noch als
Sport, um möglichst viele ungesicherte Netze zu empfangen. Bei der
Fahrt durch einen Businessdistrikt kann man mit entsprechender
Antenne und Laptop einige Dutzend drahtlose Netzwerke orten.
Drahtlose Netzwerke werden sicherManipulation durch starke Sender
Technisch bestehen nicht nur Abhör-, sondern auch Manipulationsmöglichkeiten. Theoretisch könnte ein Einbrecher unverdächtige Videos einer Eingangstür-Überwachungskamera speichern und mittels einer starken Sendeanlage dem Receiver "aufzwingen", während er einen Einbruch verübt.
