14.04.2002

EASY HACK

Bildquelle:

Überwachungskameras, angezapft

Überwachungskameras, allgegenwärtig in jeder US-Stadt, werden immer häufiger im privaten Bereich eingesetzt.

Viele von ihnen operieren mittlerweile drahtlos - die Bilder werden an eine örtlich getrennte Empfangsstation versandt.

Der drahtlose Übertragungsweg macht die unverschlüsselt übertragenen Daten allerdings anfällig für Angriffe mit Laptop, Antenne und etwas Software.

Videos gelangen unverschlüsselt in den Äther

Somit dürften in US-Haushalten Hunderttausende drahtlose Kameras allein vom Anbieter X10 installiert sein.

Mittels einer leistungsfähigen Antenne und entsprechenden Anschlussmöglichkeiten für einen Laptop sind die Voraussetzungen geschaffen, die unverschlüsselten Signale bis zu 400 Meter von der Quelle entfernt zu empfangen. Der angeschlossene Laptop zeigt die Videobilder in Echtzeit - überwacht werden meist Hauseingänge, aber auch Wohn-, Kinder- und Schlafzimmer.

Auch Supermärkte setzen verstärkt auf drahtlose Überwachungstechnologie - ein Umstand, der Hackern neues Anschauungsmaterial bietet.

Manipulation durch starke Sender

Technisch bestehen nicht nur Abhör-, sondern auch Manipulationsmöglichkeiten. Theoretisch könnte ein Einbrecher unverdächtige Videos einer Eingangstür-Überwachungskamera speichern und mittels einer starken Sendeanlage dem Receiver "aufzwingen", während er einen Einbruch verübt.