13.04.2002

HALBLEITER

Bildquelle: HP

Mikrochips aus dem Drucker

Forscher an der University of Arizona in Tucson haben nun erfolgreich Versuche mit halbleitender organischer Tinte, auf klarem Trägermaterial aus Plastik aufgedruckt, durchgeführt.

Damit könnte es möglich sein künftig einen Mikrochip nicht mehr in teuren spezialisierten Werken anzufertigen, sondern zu Hause bei sich am Tintenstrahldrucker auszudrucken.

Günstige Alternative

Doch der baldigen Tod des Siliziums muss nicht befürchtet werden. Die Plastik-Chips sollen die hochwertigen Silizium-Chips nicht verdrängen, sondern nur eine günstige Alternative bieten.

Denn für die Herstellung von Plastik-Chips werden weder teure Maschinen, hochreine Materialien, hohe Temperaturen oder staubfreie Räume benötigt.

Sie sind leicht, biegsam und vor allem billig und somit perfekt geeignet für den wachsenden Markt der Wegwerf-Elektronik.

Der Mikrochip nach Wunsch

Ein weiterer Vorteil des neuen Verfahrens könnte auch darin liegen, den Computerchip von einer teuren Massenware in eine auf die individuellen Bedürfnisse zugeschnittene Komponente zu verwandeln.

Wenn sich Schaltkreise so leicht und vor allem billig ausdrucken lassen wie Grafiken, dann dürfte sich auch die Struktur der Industrie von Grund auf verändern: Individuelle Nutzer könnten die Schaltpläne eines Chips aus dem Internet herunterladen, diese nach eigenen Wünschen modifizieren und das Resultat ausdrucken