EU-Parlament gegen Filtersysteme
Das Europäische Parlament hält die Sperrung von Websites nicht für eine wirksame europäische Lösung zur Bekämpfung schädigender und illegaler Inhalte im Internet.
Dies geht aus einer Entschließung des Europäischen Parlamentes vom 11. April 2002 zu einem Evaluierungsbericht der Kommission über die Anwendung einer Empfehlung des Europäischen Rates in Bezug auf den Jugendschutz und den Schutz der Menschenwürde hervor.
EU-ParlamentWäre Einschränkung
Die netzseitige Sperrung des Zugangs zu Websites ist keine geeignete Lösung zur Bekämpfung schädlicher und illegaler Inhalte im Internet.
Hierbei würde es zu einer teilweisen Einschränkung des Internetzugangs beziehungsweise zur Verhinderung des Zugangs zu rechtmäßigen Inhalten kommen.
Netzseitige Filtertechnologien würden auch die technische Möglichkeit zur Unterdrückung unerwünschter Meinungen schaffen.
Als wirksamste Möglichkeit gegen schädigende und illegale Inhalte im Internet vorzugehen, sieht man die Zusammenarbeit und Partnerschaft zwischen der Internetbranche, den Regierungen und den nationalen und regionalen Behörden.
Kennzeichnung als mögliche Lösung
Darüber hinaus begrüßt das EU-Parlament die Schaffung der
Vereinigung zur Klassifizierung von Internetinhalten, Internet
Content Rating Association [ICRA], und deren Konzeption eines
Kennzeichnungssystems, in dem regionale und individuelle Werte zum
Ausdruck kommen können.
ICRA
