11.04.2002

EXPERIMENT

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Was Spiele wirklich gruselig macht

Der Parapsychologe Richard Wiseman und der Videospiel-Forscher Jonathan Sykes planen im Rahmen des Science-Festivals in Edinburgh in Schottland ein Experiment zur Erforschung von außergewöhnlichen Phänomenen.

Eine simulierte Geisterjagd soll herausfinden, ob bestimmte Umgebungen und Situationen subjektiv unheimliche Erfahrungen der dritten Art heraufbeschwören können.

Virtuelle Geisterjagd

Sykes von der Universität Glasgow hat eine virtuelle Tour durch die alten Gewölbe der Burg Edinburgh South Vaults entworfen.

Ausgestattet mit Virtual-Reality-Headset werden die freiwilligen Probanden dann durch die echten unterirdischen Räume der Burg geschickt.

Über das Headset werden von den Forschern noch weitere Gruselelemete hinzugefügt, um die Besucher so richtig in Angst und Schrecken zu versetzen.

Wissenschaftler manipulieren die Umgebung

Die Forscher sind während der gesamten Tour in der Lage, das Erscheinungsbild der Räume zu verändern, indem sie die Helligkeit dimmen oder verstärken, Treppen oder Türen erscheinen und verschwinden lassen und Gegenstände wie zum Beispiel Kinderspielzeug in manchen Ecken platzieren, um künstlich Angst einflößende Situationen zu schaffen.

Videospiele beängstigender gestalten

Während des ganzen Rundgangs werden die Teilnehmer dazu ermutigt, über ihre momentanen Gefühle und Ängste zu sprechen.

Die Wissenschaftler hoffen, aus der Analyse dieser Angaben die Verbindungen zwischen bestimmten Situationen und den Schreck auslösenden Zuständen herauszuarbeiten.

Die Erkenntnisse sollen vor allem dazu verwendet werden, künftige Videospiel-Schocker noch Schrecken erregender zu gestalten.